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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 21

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 21)
Language
German
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53 Einige Proselyten begleiteten sie, um ihnen in der Erbauung ihrer Strohhütten beizustehn. Möge der Herr sie leiten und schützen, und möge sein heiliger Geist sie fähig machen, fest zu bleiben und ein Segen für Viele zu werden. Debtera Gebra Ekseebhar ist ein gelehrter Abyssinier und wurde vor drei Jahren getauft. Er ist ein frommer Mann und sehr eifrig darin, Seelen für seinen Heiland zu gewinnen. Er will von Agaschy und Samauy Nutzen haben und sie werden von ihm die äthiopische Sprache lernen. Die neue Station Assasso soll das Schriften- und Traktatenlager sein. An diesem Nachmittage kam Aba Elias, ein gläubiger Falascha- Priester, aus der Provinz Alafa, welche zwei Tagereisen von hier entfernt ist. Beroo hat mir von seinem und seines Bruders Glauben an Christum erzählt. Da ich ihn frug, aus welchem Grunde er mich ausgesucht habe, sagte er: „Ich wollte, ihr solltet mir den Weg der Seligkeit für meine Seele zeigen". Ich verbrachte einige Stunden mit ihm, las ihm das Wort Gottes vor und erklärte es ihm, und fand in ihm einen demüthigen, offenen und wahrhaft frommen Mann. Er nahm mein Anerbieten an, mit mir eine Nacht mein Zelt zu theilen. Das ist ein unerhörtes Wunder, daß ein Falascha-Priester bei einem Christen übernachtet, denn selbst im Hause eines Falaschas würde er keine Nacht zubringen. Aba Elias ging heute (den 26.) nach Hause in Begleitung der Proselyten von Dagoosa. Er ist hier drei Tage gewesen und brachte die meiste Zeit in meinem Zelte zu; ich widmete ihm so viele Zeit, als ich konnte, da ich ihn wahrhaft besorgt um seiner Seele Heil sah. Mein eigener Glaube war gestärkt und meine Hoffnungen belebt, daß der Herr seine Verheißungen erfüllen und die Todtengebeine bewegen werde, denn dieser Priester zeigte in der That Anzeichen göttlichen Lebens. Er verlangte sehr nach der Taufe und bat mich um dieselbe. Es that mir sehr leid, ihm diesen Wunsch nicht erfüllen zu können, denn wäre er getauft worden, so hätte dies zur unmittelbaren Zerstörung unseres Werkes führen können. An diesem Nachmittage kam eine Schaar von 13 Falascha- Priestern, die nach Aba Elias srugen und erklärten, daß sie ihn mit Gewalt wegzubringen Willens seien. Da man fürchten mußte, daß sie üble Ansichten gegen sein Leben haben würden, wenn er ihnen seinen Glauben an Christum bekennte, so wurde er unter der

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