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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 17

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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4« Dokument übergab, welches mein Paß im Lande sein sollte. Er befahl auch, daß mir zwei Maulesel als Geschenk gegeben werden sollten, und der Bischof erließ an seinen Gouverneur in Adowa Befehl, mich mit einigem Korn und einigen Krügen Honig zu versehen. Um 8 Uhr verließen wir das königliche Lager, und ein Pascha mit 50 Soldaten wurde uns als Sicherheitswache bis Dembetja mitgegeben, welchen Ort wir spät am Abend erreichten. Ich konnte kein Haus, noch einen sicheren Ort, um mein Zelt daselbst zu befestigen, erlangen; und so lagerten sich meine Leute, um das Vieh während der Nacht von uns abzuwehren, außerhalb eines dunklen und schmutzigen abhssinischeu Hauses. Unser Abendbrot war ein sehr frugales, nachdem wir doch einen ganzen Tag gefastet hatten; nach demselben übergaben wir uns Dem, welcher bis dahin unsere Hülfe und Kraft gewesen war. Wir mußten hier zwei Tage bleiben, da wir am ersten Tage keine Begleitung finden konnten; die Eskorte, welche uns vom Könige begleitet hatte, weigerte sich, mit uns über diesen Ort hinauszugehen. In Dem erfuhren wir, daß die Eingeborenen, welche uns den Tag vorher verließen, auf ihrem Wege ausgeplündert worden seien. Unsere heutige Wache bestand aus 50 Reitern und 150 Fußsoldaten, da wir dichtes Gebüsch, welches von Räubern unsicher gemacht wurde, zu passiren hatten. Um 5 Uhr gelangten wir in Watja an und bald nach Einbruch der Dunkelheit kam ein Eingeborener, der , Goolet mit uns verlassen hatte, zu uns, ohne auch nur einen Faden von Kleidung noch an sich zu tragen. Er ist ein Kuhhändler und trieb 30 Kühe und Ochsen vor sich her, die ihm alle genommen wurden, während er selbst zum Gefangenen gemacht wurde. Er sah uns am Tage vorüberziehen und entfloh. Er versicherte uns, daß uns eine Bande von 50 Räubern in einem Gebüsche aufgelauert habe, da sie aber sah, daß wir eine so starke Begleitung hatten, fürchtete sie sich, uns anzugreifen. Wir dankten inbrünstig unserem himmlischen Vater für den gnädigen Schutz, den er uns gegen die Diebe und Räuber dieses Landes geschenkt hatte. Am 10. kamen wir in Boorg an, wo wir eine freundliche Aufnahme von Seiten des Raas Wolde Blang fanden. Ich hatte mit ihm eine lange und ernste Unterredung über die Sündlichkeit des Menschen und über die Nothwendigkeit wahrer Rene, Glaubens, Rechtfertigung und Heiligung. Aeußerliche religiöse Formen, Faste», 4

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