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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 16)
Language
German
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48 zusammen habe. Er sagte: „Nun sind wir im Stande, zu verstehen, was wir im äthiopischen Psalter lesen, denn der größere Theil von uns weiß nicht, was er betet. Die Engländer — fügte er hinzu — sind eine gesegnete Nation, da sie sich so viel Mühe geben und so viel Geld dafür aufwenden, die Bibeln zu drucken und zu verbreiten." Ich theilte ihm mit, daß die Bibel jetzt in 204 verschiedenen Sprachen gedruckt und durch Kolporteure in allen Gegenden der Welt vertheilt wird. Ich erzählte ihm auch von den Fortschritten der letzten Jahre in Madagaskar und gab ihm 30 Exemplare des äthiopisch -amharischen Psalters als Geschenk der Britischen Bibelgesellschaft an seine Generale und Offiziere.* Ich führte dann bei Sr. Majestät Debtera Beroo und Aragawy ein und erwähnte der drei Brüder in Jenda, ihn fragend, ob er ihnen erlauben würde, die Falaschas zu unterrichten, und, so Gott Gnade gäbe, sie zu Christo zu bekehren. Er antwortete, daß er die Falaschas liebe, weil sic Nachkommen Abrahams wären, und daß er sie, wenn sie Christen würden, als Brüder in Christo lieben werde. „Wenn diejenigen — sagte er — welche meine Unterthanen sind, sie lehren und sie zur Taufe in unsere Kirche bringen, dann werde ich glücklich sein und versprechen, ihnen meinen Schutz zu leisten; aber ich wünsche, keine Europäer in meinem Lande zu haben." Hierauf machte er eine lange Pause und nahm dann seine Rede wieder auf: „Ich liebe die Engländer, aber laß es dich nicht bekümmern, wenn ich sage, ich wünsche, keinen Europäer in meinem Lande zu haben. Laß sie (die Falascha-Brüder) unterrichten und das Werk ausführen, das du begonnen hast." Heute (am 6.) hatte ich eine lange Unterredung mit dem Bischöfe und machte dem Ethjegg, dem zweiten kirchlichen Würdenträger in Abhssinien, welcher das Haupt aller Mönche und Klöster ist, meinen Besuch; aber es that mir herzlich leid, daß ich die Unmöglichkeit erkennen mußte, ihn zu irgend einem ernsteren religiösen Gespräche zu bewegen. Als ich von dem Bischose Abschied nahm, empfahl ich ihm noch einmal Debtera Beroo, die Brüder und ihr Werk; er antwortete darauf: „Ich werde so lange ihr Freund sein, als sie sich gut betragen, aber nicht länger". In der Frühe des Morgens (7.) wurde ich wieder zum Könige gerufen, der mir einen Brief an den englischen General-Konsul in Alexandria, einen zweiten an die Gesellschaft und ein amharisches

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