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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 14)
Language
German
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48 mittage. Ein Transport von mehreren Hundert Sklaven zog bei uns vorüber, dieselben gingen in tiefer Niedergeschlagenheit einher. In Gooleet mußten wir bis zur Rückkehr des Boten warten, der unsere Ankunft dem Könige gemeldet hatte und uns nun sagte, daß Pascha Beroo mit 150 Soldaten abgesandt worden sei, um uns in's Lager zu bringen, in dem der König, auf der Spitze eines Hügels, residirte. Als wir uns diesen Wohnungen näherten, kam uns Herr Madrakal, des Königs Dolmetscher, der ein Abyssinier ist und in dem Kollegium zu Malta seine Erziehung empfangen hat, entgegen und geleitete uns durch die Reihen von einigen Hundert Soldaten, die in bunte Seide gekleidet waren, bis zu des Königs Hause. Wir wurden dann hineingebracht und fanden Se. Majestät auf einem Meergraslager ruhend, reich in Seide gehüllt, umgeben von sechs seiner Würdenträger, sein bestes Pferd und sein bestes Maulthier hinter ihm, jedoch durch einen Vorhang von ihm getrennt. Se. Majestät schüttelte mir die Hand, drückte seine Freude über unsere sichere Ankunft aus, frug nach meiner Gesundheit und forderte mich auf, mich auf dem Teppich vor ihm niederzulassen. Ich bat ihn dann um die Erlaubniß, ihm die Briefe zu übergeben, die ich für ihn mitgebracht hätte. Zuerst überreichte ich ihm den Brief . der englischen Regierung. Nachdem dieser geöffnet und die Unterschrift von Herrn Madrakal vorgelesen war, gab ich ihm den Brief unserer Komittee und auch einen von dem Alaca (Vorsteher) des abhssinischen Klosters in Jerusalem. Als er diese Briefe gelesen hatte, bat er mich, mich in einem Hause auszuruhen, das nicht fern von seinem Platze und für uns eingerichtet worden war. Wir wurden dann von Herrn Madrakal in eine Hütte geführt, deren Ausrüstung in einigen Teppichen, die über den Boden ausgebreitet waren, bestand. Bald darauf wurde auf Befehl des Königs ein Abendbrot gebracht, das aus Kuhfleisch, 50 Kuchen, 5 stark gepfefferten Schüsseln und einer Zugabe von Meth bestand; ein großer und vortrefflicher Laib Brot von Weizenmehl und einiges Holz zum Kochen folgten bald danach. Am 4. April machte ich dem Bischof Athanasias, einem gut aussehenden koptischen Mönche von einigen 40 Jahren, einen Besuch. Ich bot ihm die Geschenke an, die ich für ihn mitgebracht hatte, die aus einer silbernen Uhr, einem seidenen Schirm und einem Exemplar aller unserer Bücher und Traktate bestanden. Er freute

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