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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 13

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 13)
Language
German
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45 Tage nach unserer Abreise von Jenda wurde er und seine ganze Familie getauft. Sonntag der 15. war ein Tag reichen Segens. Ich sprach vor vielen Proselyten, Falaschas und eingeborenen Christen über die Epistel des Tages Colosser 3, 16—4, 1. Am Nachmittag richtete Agashy an sie eine Ansprache, die auf die Zuhörer einen tiefen Eindruck machte. Samany leitete den Abendgottesdienst, der gleichfalls gut besucht war. Aragawy, der uns am Sonnabend verlassen, um seine Mutter und Schwester zu sehen, kam am 16. zurück. Mit einem Herzen voll Dankes erzählte er, daß er die unermeßliche Liebe Christi gar manchen Seelen, die nie vorher von derselben gehört, habe verkündigen dürfen. Wir hatten vielen Besuch, und eine hübsche Zahl von Psaltern und amharischen Bibeln wurden an die Leute, die lesen konnten und die aus einer Entfernung von 10 und 11 Meilen gekommen waren, verkauft und vertheilt. Nachdem ich seit 3 Monaten ohne Nachricht von meiner Familie gewesen war, wurde ich durch einen Boten freudig überrascht, der von Herrn Munzinger Bey expreß an mich mit zwei Briefen meiner Frau abgesandt worden war. Obgleich sie 3 Monate alt waren, wurde ich durch sie doch sehr getröstet und schätzte die Freundlichkeit Herrn Munzingers, der sie von Kassala, aus einer Entfernung von 18 Tagereisen, an mich hatte befördern lassen, sehr hoch. Am 20. wurden Maulesel und Esel gekauft, Diener gemiethet, Mehl, Butter, Salz u. s. w. angeschafft, und dies Alles zusammen mit unserem kleinen Zelte, einer Kuhhaut, einem Teppich und einem Kopfkissen für Jeden von uns unter großen Schwierigkeiten auf unsere Thiere geladen. Wir, nämlich Debtera Beroo, Aragawy und ich, verließen dann Jenda und brachen nach Godjam auf, um den König und den Bischof zu treffen. Nach einer Reise von 14 Tagen begegnete uns am 3. April Ledj Dadz, der Sohn von Roas Arai, mit einer Begleitung von 300 Soldaten, die den Befehl hatten, uns zum Lager des Königs zu begleiten, da man auf der Straße ohne zahlreiche Eskorte nicht sicher reisen konnte. Sehr froh waren wir, als die erste Dämmerung den nahenden Tag verkündigte, da wir von unzähligen Insekten gepeinigt wurden. Schon vor 6 Uhr des Morgens brachen wir auf, so schnell wir konnten, die Reise beschleunigend, und erreichten Gooleet am Nach-

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