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Dibre Emeth · 1875-01-01 · 3-4 (1875) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
31 (1875)
Issue
3-4 (1875)
Date
1875-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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44 hätte. Nachdem jedoch Alle treulich mein Knie geküßt, jeder Einzelne zehnmal und öfters nach meiner Gesundheit, der meiner Frau und Kinder gefragt, wurden wir in unser Haus geführt und uns sogleich ein kräftiges abhssinisches Mahl vorgesetzt. Wir schlossen den Tag mit Verlesung und Erklärung des 103. Psalms und mit heißem Gebet und Danksagung. Am 12. erreichte uns der Rest unseres Gepäckes, nachdem uns ein Theil desselben den Abend vorher zugestellt worden war, und als wir nun das Ganze überzählten, fehlte nichts. In der Frühe des Morgens und spät am Abend hatten wir zahlreiche Besuche von Falaschas und Christen, und am Nachmittag besuchten uns die Proselyten von Dagoos, die 18 Meilen weit herbeigckommen waren. In einigen derselben fand ich aufrichtige und fromme Christen, die den ernsten Wunsch hatten, in der seligmachenden Erkenntniß des Herrn Jesu zu wachsen. Wir hatten Morgens und Abends einen Gottesdienst, der von einem unserer Brüder gehalten wurde, und unsere Herzen gingen von Dank über, daß es uns erlaubt war, einer so großen Versammlung das Evangelium predigen zu dürfen. Ich darf es nicht zu erwähnen vergessen, daß Bischof Athanasias seinem Gouverneur in Jenda den Befehl gab, Debtera Beroo und Kindy Fanta sollten von der Entrichtung jeder Abgabe befreit sein, weil sie ihr Leben der Bekehrung der Falaschas widmeten; und als ich ihm bei meiner Unterredung mit ihm für seine freundliche Gesinnung gegen unsere Arbeiter dankte, versprach er mir, daß alle von unseren Leuten, die in ähnlicher Weise beschäftigt sein sollten, die nämliche Gunst genießen würden. Heute am 14. und gestern hatten wir vielen Besuch, darunter den der Proselyten von Djanker, Dembea und Assassoo. Da es Sonnabend war, so kamen recht viele Falaschas, und wir widmeten ihnen natürlich besonders unsere Zeit, indem wir ihnen prophetische Stellen aus dem A. T. vorlasen und erklärten, und ihnen zeigten, wie dieselben in Christo erfüllt seien. Ein wohlhabender und sehr geachteter alter Falascha bekannte offen seinen Glauben an Jesum Christum als den Erlöser der Welt und bat um mehr Unterweisung in der christlichen Religion und um die Taufe. Es ist der alte Oheim von Agashy und wurde vor 14 Jahren mit dem Evangelio bekannt, that aber niemals ein offenes Bekenntniß. Acht

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