Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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43 Dankes, daß es mir erlaubt war, zu diesen armen, unwissenden Seelen von der unendlichen Liebe des Heilandes zu sprechen, der herniederkam, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist. Am 10. März brachen wir um 4 Uhr auf und erreichten nach dreistündigem Marsch das Plateau von Chelga, 7000 Fuß über der Meeresfläche. Wie köstlich belebend war der Wechsel auf den kühlen Bergen. Sobald das Zelt befestigt war, wurden wir von einer zahlreichen Zuhörerschaft eingeborener Christen, Proselhten und Falaschas umringt, mit denen wir etwas lasen und sprachen über das Eine, das noth thut. Einige der Christen kauften Psalter und frugen nach Neuen Testamenten und Traktaten. Die Falaschas waren scheuer und nur einige wenige von ihnen wollten einen Traktat annehmen. Sehr früh jedoch am nächsten Morgen kamen einige von denen, die Tags zuvor bei uns gewesen waren, um Alte Testamente, biblische Geschichten und Traktate zu erbitten, und dieselben sorgfältig in ihren Kleidern verbergend gingen sie von hinnen. Um 9 Uhr des Nachmittags verließen wir Chelga, nach einstündigem Ritt erreichten wir den Fluß Anauk, und um 5 Uhr des nächsten Morgens lag vor uns das berühmte Kedaam Jenda. Es hatte noch ganz sein früheres Aussehen und seine ganze Umgegend war wohl bebaut. Während sich meine Gedanken mit der früheren Geschichte der Mission beschäftigten und ich still für ihre Zukunft betete, sahen wir einen Haufen von etwa 30 Leuten nahekommen, die, wie es sich nun zeigte, unsere Proselhten und einige wenige eingeborene Christen waren, alle in reine, ,'weiße Kleider festlich gekleidet. Es war eine rührende Begrüßung, und ich war von der Dankbarkeit, die Alle mir in so glühenden Worten aussprachen, ganz überwältigt. Als wir uns der Stadt näherten, bedeckten sich die Straßen mit einer großen Zahl früherer Bekannter und Anderer, die ihre Freude über unsere glückliche Ankunft aussprachen. Die Stadt Jenda, welche dem Bischose gehört, besteht aus acht verschiedenen Städten, und in einer derselben, die nach Süden liegt, befinden sich die Häuser unserer Proselhten, die alle zusammen leben. Ganz nahe ihrer Stadt, nahe an Debtera Beroo's Schule, hatten sie ein geräumiges Strohhaus für uns errichtet. Es dauerte lange, bis sie ihre üblichen Grüße beendet hatten, und sie würden es für einen Mangel an Freundlichkeit meinerseits angesehen haben, wenn ich sie in diesen Erweisungen ihrer Achtung und Zuneigung gestört