Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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42 die sich sofort mit Leuten füllen wird, welche nur auf dieselbe warten, um sich unserer Kirche anzuschließen. Und nun, meine geliebten Brüder, habe ich euch manche der Werke, deren ich im Anfänge des Briefes Erwähnung that, vorgelegt. Ich hoffe, ihr werdet dieselben nicht verachten, sondern im Gegentheil mir durch eure Gebete und durch eure freundlichen Gaben helfen, diese unsere Unternehmungen zur Ehre Gottes und zum Heile unsterblicher Seelen zu fördern, ehe die Sonne untergeht und die Nacht kommt, in der Niemand mehr wirken kann. Für mich ist diese Zeit nahe. Unterdeß habt Geduld mit mir in meinem Alter und nehmt den Ausdruck meines tief gefühlten Dankes für die willkommene Hülfe an, die mir viele von euch bisher gewährt haben. Gott lohne euch reichlich mit allem zeitlichen und geistlichen Segen. Missionar Flad's Reise nach Abyssiliien. (Schluß.) Zwischen 7 und 8 Uhr erreichten wir den Fluß Sink Wuha, an dessen Ufern wir die Nacht unter offenem Himmel zubrachten. Weder unsere Betten noch der kleine Vorrath von Lebensmitteln, der noch übrig war, langten an, und das einzig Stärkende, das wir genossen, war das erfrischende Flußwaffer, welches uns an das lebendige Wasser erinnerte, das auf ewig den Durst unserer unjj sterblichen Seelen stillen wird; nachdem wir dies umsonst genoffen, x übergaben wir uns im Gebet in die Hände unseres himmlischen I Vaters, legten uns auf die bloße Erde nieder und fanden einen! gesunden und wohlthuenden Schlaf. Ganz früh des Morgens erhoben wir uns, da wir noch eine harte Aufgabe für den Tag vor uns hatten und diejenigen insbesondere, welche gehn mußten. Ohne Nahrung, die brennende Sonne über unseren Häuptern, die felsigen und steilen Gebirgspfade unter unseren Füßen, wurden wir recht matt, erreichten aber Wodda Fataree um 3 Uhr des Nachmittags und rasteten unter dem angenehmen Schatten einer Sykomore. Wir brachten diesen Abend in religiösen Unterhaltungen mit Belada Gabboo, der sich für die Bekehrung der Juden sehr interessirt, seinen Begleitern und einigen und zwanzig Kamants, die behaupten, ihre Vorfahren wären Juden gewesen, zu; und mein Herz war voll