Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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37 Hinneigung zu demselben zu fühlen und einige wenige sind ausgewandert, um sich an Orten, wo sie unbekannt sind, taufen zu lassen. Er sucht auch die Juden in und um Diarbekir, seinem Geburtsorte, aus. Ich beschäftige auch ferner 4 ordinirte Missionare und einige Katechisten, von diesen arbeiten 2 in Nablus und Samaria, der Rev. Fallschur und der Rev. Chaleel, der Letztere früher ein griechischer Priester, daneben einen Katechisten, der wöchentlich in den Dörfern, in welchen es Protestanten gibt, Gottesdienste hält und das Evangelium, wo sich die Gelegenheit findet, Christen wie Muhamedanern predigt, außerdem aber 2 Gottesdienste an den Sonntagen in Nablus hält, wo, wie ich früher einmal schrieb, die Erbauung einer Kirche höchst wünschenswerth wäre. Ich habe schon einen Bauplatz gekauft, und da es die Umstände durchaus erforderten, um das Grundstück eine hohe und solide Mauer gezogen, beides mit einem Aufwande von 219 Pfund. Da ich jetzt aber nur 91 Pfund für diesen Zweck besitze, so kann ich mit dem Bau nicht fortfahren, als bis es der Herr in die Herzen seiner Knechte geben wird, mir die nöthigen Mittel zu senden. Wie ich in früheren Briefen erwähnt, haben wir nun mancherlei Unternehmungen, außer denen der Gesellschaft zur Beförderung des Christenthums unter den Juden, deren Zweck ist, geistliches und geistiges Licht in dieses gesegnete Land zu bringen. Diese letzteren alle sind in ein Werk, welches ich zuvor begonnen hatte, eingetreten. Lassen Sie mich hier eine Thatsache erwähnen, die sich für die Mission unter den Juden schädlich erwiesen hat, ich meine die Theuerung vom Januar bis zum Juni, wo ein Maß Weizen, das früher 12 Piaster kostete (2 Schillinge), 60 Piaster kostete, und das zu einer Zeit, wo es kaum irgend welche Vegetabilien gab. In Folge des unaufhörlichen Regens aber und des Schnees, der in die Häuser der Armen eindrang, sind manche alte Häuser zusammengesunken. Holz und Kohlen waren kaum für einen übermäßigen Preis zu haben, so daß Viele große Noth litten. Da waren aber die Rabbinen und die wohlhabenderen Juden, die schon bis dahin den Kornhandel zum großen Theil in ihren Händen hatten, die Ersten, welche die plötzliche Noth kommen sahen und sich beeilten, einen Hülfeschrei an ihre auswärtigen Brüder zu