Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 3-4 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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86 sein Sohn in dieser Schule den Unterricht empfängt. Als ihm eine Anzahl von Moslems für seine Anwesenheit harte Vorwürfe machte, antwortete er ruhig: „Ich hielt es für meine Pflicht, zugegen zu sein, denn ich höre in der Schule immer gute Dinge", und dann, seine Bibel öffnend, in der er täglich liest, begann er ihnen und Allen, welche vor seinem Laden vorübergingen, aus derselben vorzulesen. Sein Sohn hat eine entschiedene Neigung zum Christenthum, aber ach, er fürchtet sich, dieselbe zu offenbaren. Ungefähr 30 muhamedanische Kinder beider Geschlechter besuchen jede dieser 2 Schulen und scheinen das Evangelium selbst mehr als die anderen Kinder zu lieben. Ich habe auch eine sehr tüchtige Knabenschule in Nablus mit einer regelmäßigen Schülerzayl von über 60 Knaben: Christen, Muhamedanern und Samaritanern, und eine Schule von 25 Mädchen; auch 4 kleine Schulen in ebenso vielen Dörfern Samarias, wo es kleine protestantische Gemeinden giebt. Zusammen haben meine eigenen Schulen etwa 420 Kinder beiderlei Geschlechtes, und wenn die Schule von Aintab hinzugefügt wird, 500. Liebe Brüder, helft mir diese armen, bisher so schrecklich vernachlässigten Kinder zu Jesu bringen, daß er sie in seine Arme nehmen und sie segnen I und retten möge. Die gute Aufführung der meisten derselben in! der Schule und ihre Liebe zum Worte Gottes läßt mich hoffen, daß manche von ihnen unter die Heiligen Gottes in der ewigen Herrlichkeit werden gezählt werden. Vor einem Jahre stellte ich Assaad Seleem, einen früheren Drusen aus guter Familie, als Katechisten in Ramleh an, wo es seit Jahren etwa ein Dutzend eingeborene Protestanten gegeben hat. Seitdem hat er dort mit Eifer und Erfolg gearbeitet, so daß die Gemeinde jetzt aus 62 Mitgliedern besteht. Und eine viel größere Zahl besuchen die Sonntagsgottesdienste, zuweilen zwischen 250 und 300, und bei den 3 wöchentlichen Bibel- und Gebetsstunden zwischen 30 und 50. Rev. Carabet, der sich besonders für das Evangelisten-Werk geeignet hält, zieht jetzt umher und predigt, besonders den Muhamedancrn, in Gesprächen und Disputationen, zumal den Kurden, welche nur wenig vom Koran wissen, und findet bei ihnen eine gute Aufnahme. Und obgleich sie noch davor zurückschrecken, sich öffentlich zum Christenthum zu bekennen, scheinen doch Viele eine