Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 1-2 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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28 die Wahrheit, welche ihnen hin und her bezeugt worden war, auf ihre Herzen wie der Tropfen wirkte, der so lange auf einen Stein fällt, bis derselbe allmählig ausgehöhlt wird — so wurden sie hernach ein Quell, aus dem sich in ihre ganze Umgebung hinein Lebensströme ergossen. Das geistliche Leben in der evangelischen Kirche Hollands hat kaum Einer in diesem Jahrhundert so durchgreifend bestimmt wie da Costa, der bedeutendste unter Hollands neueren Dichtern; seine Schriften und Reden ergriffen die schlafenden Protestanten wie Feuer das dürre Gras. Die Kleinkindcrpflegerinnen der Mutter Jolberg haben den Samen Christi in ungezählte Schaaren von Kinderherzeu Deutschlands, der Schweiz und weiterhin gestreut. Die drei Anderen wurden für engere Kreise von besonderem geistlichen Nutzen, und ihr Gcdächtniß blieb daselbst lange im Segen. Alle Fünf aber haben unaufhörlich für Israel eine brennende Liebe bewahrt und zu demselben köstliche Worte suchender, helfender Treue geredet. Wir bitten Christen wie Juden, diese Lebensbilder anzuschauen und von ihnen sich erwärmen zu lassen; eine solche Predigt wird zu ihren Herzen schon ihre besondere Sprache sprechen. Mit rechter Freude haben wir es auch gelesen, daß der Verfasser, den in der Sammlung dieser Lebensbilder bisher Or. Biescnthal (Frommann), Pastor Wesselhöft (Augusti) und Pastor Vormbaum (I. da Costa) unterstützt haben, uns eine Fortsetzung verspricht. Gott stärke ihn mit Kraft und Freudigkeit für sein weiteres Werk. Missionar Flad's Reise nach Äbyssinien. Missionar Flad hat einen Bericht über seine jüngste Reise nach Abyssinien abgestattet, der folgendermaßen lautet: Da der schlechte Gesundheitszustand unserer abyssinischen Falaschajünglinge die Beendigung ihrer Ausbildung in dem vcrhältnißmäßig kalten Klima von St. Crischona bei Basel nicht gestattete, so erschien ihre Rückkehr in ihr Vaterland noch vor Wintersanfang nöthig. Und weil wir hofften, daß der gegenwärtige König und der Bischof von Abyssinien uns die Wiederaufrichtung der Mission unter den Juden (Falaschas) gestatten würden, so beschloß ich, mit Gottes Hülfe wieder Abyssinien zu besuchen, nun zum 6. Male, und verließ Deutschland mit meinen 7 abyssinischen Brüdern am 12. Oktober 1873, in der