Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 31 (1875)
- Issue
- 1-2 (1875)
- Date
- 1875-01-01
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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14 einen ewigen (??) Fluch. Demzufolge sind die Juden als verworfenes Volk betrachtet und behandelt worden. Und noch immer hat man von den christlichen Kanzeln dieselbe Lehre ausgesprochen; die Regierungen sollten daher hiergegen strafend eintreten. (!!) Die Hauptsache in der Messiasidee ist nun aber die Rückkehr nach Palästina und das Versammeltwerden der Zerstreuten. Ob Gott sich für diesen Zweck eines Menschen, wie beim Auszuge Israels aus Egypten des Moses, oder eines anderen Mittels bedienen wird, ist an sich gleichgültig. Denn nicht die Person ist uns Zweck, sondern die Hülfe, die uns werden soll. Diese schildern uns die Propheten in den lebhaftesten Farben." Besonders ausführlich sind die Schilderungen der messianischen Zeit bei Jesaias. — Charakteristischer Weise nennt hierbei der Artikel des Israeliten die verschiedenen bezüglichen Kapitel, ausdrücklich auch K. 51, 52, 54. Das 53. Kapitel hingegen nennt er nicht, führt jedoch einzelne Aussprüche desselben an, um dieselben aus Israel zu übertragen. Neben Jesaia werden Jeremia und Hesekiel citirt. Dabei kann der Artikel nicht umhin, aus Hesekiel K. 36 über die Rückkehr des zerstreuten Israel den Spruch des Herrn anzusühren: „Nicht euretwegen thue ich es, sondern meines heiligen Namens wegen, den ihr entweiht habt unter den Völkern, wohin ihr gekommen seid" — und ausMaleachi 3,7: „Seit den Tagen eurer Väter seid ihr abgewichen von meinen Satzungen und habt sie nicht beobachtet. Kehret zu mir zurück, und ich will zu euch zurückkehren, spricht der Herr der Heerschaaren. Ihr aber sprecht: Worin sollen wir zurückkehren?" Nach alledem, heißt es dann, tritt als Grundgedanke der Messiasidee Folgendes vor die Augen: „Es soll eine Zeit der Wahrheit, Gerechtigkeit und des allgemeinen Friedens auf der ganzen Erde heranbrechen. Dieses wird nur dann möglich sein, wenn voll ist die Erde der Erkenntniß des Ewigen. Diese Erkenntniß soll hauptsächlich dadurch erblühen, daß Gott sein Volk, das er durch seine Lehre zum Träger der Einheitsidee gemacht hat, das aber durch Nichtbeachtung sich die strenge, aber gerechte Strafe zugezogen und unter alle Völker zerstreut wurde, jedoch in dieser Zerstreuung noch unter allen Lagen dem Ewigen treu blieb, daß er dieses sein Volk, wie er ihm verheißen, wieder sammeln wird von allen Enden der Erde und zurückführen wird in das Land seiner Väter."