Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 11-12 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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184 daß dieser Plan ausgeführt werde. Denn alsdann könnten jene Juden einmal die praktische Erfahrung machen, ob, wenn das, was für uns Andere alte abgestandene und uns längst zum Ekel gewordene Phrasen sind, durch den Mund von Rabbinern in unserer Mitte wiederholt wird, die Welt dadurch umgewandelt werden wird und kann. Ja, ganz von Herzensgrund wünschten wir, daß ein ganzes Rabbinerheer mit jenen armseligen Redensarten, die unser eigener Rationalismus vor Zeiten als Universalmittel anpries, um mit Spott und Schande wieder abzutreten, vor alle Welt hintreten möchte, damit das Judenthum endlich einmal zu sehen und zu hören bekäme, welchen Werth solche allerhöchste Weisheit hat. Wir fürchten sehr, unser heutiges Judenthum wird es aus diese Probe nicht ankommen lassen. Die jüdischen Apostel Jesu Christi haben trotz Verfolgung und Willens, selbst den Märtyrertod dafür zu leiden, eine Missionsaufgabe an der Welt ausgeübt; der Erfolg ist denn auch die völlige Umgestaltung der Heidenwelt bis hin zu den barbarischsten Nationen gewesen. Was aber haben die übrigen Juden indeß gethan? was haben sie indeß an der Welt gearbeitet und zu ihrem Heil geschaffen? Hand auf's Herz und wir bitten um eine ehrliche Antwort: Haben die an Christum glaubenden Juden nicht eine Weltmission ausgeübt? Und haben die anderen Juden nicht indeß fruchtlos für die Welt bei Seite gestanden? Dort Juden — mit Christo! Hier Juden — ohne Christum! Wo ist der Weg, die Wahrheit und das Leben? Äufrirf an die Kinder Israel. Als eine schöne Frucht aus dem Kreise jüdischer Proselyten in Amerika liegt uns ein Schristchen vor, welches der Geistliche Abraham C. Tris in New-Aork unter obigem Titel hat erscheinen lassen, und das nun auch aus dem Englischen in's Deutsche durch C. A. übersetzt worden ist. Zu beziehen ist es durch die Verlags- Handlung von Wiemann in Barmen. (52 Seiten.) Der Verfasser bittet, daß ein Jeder doch an sich selbst ernstlich