Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 11-12 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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179 Testaments zu werden. Ihm gebührt die Ehre, entsprechende Wörter für das hebräische Elohim und Jehovah in der chinesischen Sprache entdeckt zu haben. Seit ungefähr 1b Jahren arbeitet er nun eifrig und treu in der Stadt Peking. Er hat jetzt wohl die Uebersetzung schon zu Ende gebracht und das Wort Gottes Millionen unsterblicher Seelen, namentlich den gebildeten Mandarinen oder Beamten Chinas zugänglich gemacht. Auch predigt er in derselben Sprache jeden Sonntag und macht Missionsreisen. Kein einziges Mal verließ er seinen Posten und hat in der ganzen Zeit keine Ferien genommen, obgleich ihm die Gesellschaft erlaubt hätte, nach Amerika auf ein Jahr zu kommen und sich auszuruhen. Als ein Beweis dafür, wie Proselyten nicht blos, was man so gern behauptet, um des irdischen Gewinnes willen der Mission dienen, sei erwähnt, daß Joseph Schereschewsky während des amerikanischen Krieges/ als die Kasse seiner Kommittee erschöpft war und ihm keine Besoldung gegeben werden konnte, in Peking seinem Beruf nachgegangen ist und sich die Mittel für seinen Lebensunterhalt durch Unterricht erworben hat, ohne daß die Missionsarbeit eine Unterbrechung erfuhr.. Aber nicht nur den Chinesen sucht dieser treue Missionar das Evangelium nahe zu bringen, sondern auch seinen Brüdern nach dem Fleische, und er ist unter den chinesischen Juden als gelehrter Hebräer bekannt und verehrt. Vor ungefähr sechs Jahren schrieb er, daß einige Juden aus dem Inneren China's zu ihm mit der Bitte gekommen seien, daß er sie in der Religion ihrer Väter unterrichten möge. Er ging mit ihnen in ihre Stadt, verweilte dort einige Wochen und predigte ihnen die Versöhnung mit Gott durch Jesum Christum. Weiteren Nachrichten sehen wir mit Spannung entgegen. Das bisher Erzählte aber genügt zu zeigen, daß auch in Amerika mancher Jude an den Herrn Jesum gläubig geworden ist und für die Beförderung des Reiches Gottes gearbeitet hat oder noch arbeitet. Ein anderer Proselyt aus Amerika, Löwenthal, der als Missionar in Asien gearbeitet hat, ist vor einigen Jahren von seinem heidnischen Diener in seinem eigenen.Hause erschossen worden. Unsere Zeitschrift hat in Nr. 11 und 12 Jahrg. 1872 Näheres über ihn mitgetheilt. Aber nicht nur sind es Proselytenprediger, die in der amerikanischen Kirche treu arbeiten, sondern auch Laien und zwar von beiden Geschlechtern. Erwähnenswerth 12*