Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 11-12 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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konnten Andere nicht erlösen. Wir haben viele Feinde, die über uns große Leiden bringen können. Deshalb bitten wir Sie, in Ihren Gebeten für uns anzuhalten. Und wenn Sie etwas dafür thun können, uns aus der gegenwärtigen Sklaverei zur Religionsfreiheit zu verhelfen, dann bitten wir Sie dringend, doch Alles, .was in Ihrer Macht steht, zu thun. Bis jetzt ist es uns gestattet gewesen, das Evangelium unseres Herrn sowohl den Falaschas als den Christen zu predigen. Recht viele derselben hören uns und lieben das Evangelium. Des Herrn Werk macht unter uns Fortschritte; wir haben manche der Wahrheit ernstlich nachforschende Seelen unter den Falaschas, wiewohl wir schwache und sündliche Werkzeuge in Gottes Händen sind. Sehr betrübt es uns, keine eigene protestantische Kirche zu besitzen, in der uns sowohl die heiligen Sakramente könnten gespendet werden, als denen, die zum Glauben an Jesum Christum unseren Heiland gebracht werden. Lassen Sie das stets auch Ihr Anliegen bleiben und Helsen Sie uns beten, daß Gott uns Freiheit zum Bekennen unseres Glaubens bescheeren möge. Die abyssinischen christlichen Debteras hassen uns, indem sie sagen, unser Glaube sei nicht der Glaube der alexandrinischen Kirche (nämlich der Monophysiten, die eine Person und eine Natur in Christo lehren), sondern der Glaube des Papstes Leo (der eine Person und zwei Naturen in Christo bekennt). Um deßwillen und wegen unseres Zeugnisses gegen die Anbetung der Heiligen und gegen andere sündliche Gebräuche und Handlungen kann wohl Verfolgung über uns kommen. Und nun, unsere theure Kommittee, möge der Herr mit Ihnen und uns sein, und möge uns unser Herr Jesus Christus helfen und uns in das Land der Ruhe und des Friedens bringen, wo kein Leid und Verfolgung mehr ist. Gott erhalte Sie bei guter Gesundheit. Amen." Das Werk wird fortgehn; ob zunächst unter Oberleitung europäischer Missionare oder nicht, ist nicht das Wesentliche. Die bekehrten Falaschas haben sich Jahre lang in ihrer Umgebung nicht bloß selbst bewährt, sondern den Kreis der Gläubigen auch vermehrt. Die neuen Nationalgehülfen treten überdem als schätzbare Kräfte ein. Jedesfalls bietet das ganze Gebiet einen hoffnungsvollen Anblick dar. . Sehn wir die übrigen nordafrikanischen Juden von Marokko