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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 11-12 (1874) · page 9

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
11-12 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 9)
Language
German
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169 und der tiefe Schmutz, welche eine große Abnutzung der Kleider mit sich bringen, von anderen natürlichm Schwierigkeiten, die sich dem Werke entgegensetzen, zu schweigen, erfordern einen gesunden, kräftigen, intelligenten, sich selbst verleugnenden, christlichen Mann, der das Werk um seiner selbst willen liebt. Alles dies ist nicht leicht in einem Individuum vereint zu finden, und wenn man einen Mann findet, so wird er die Arbeit nicht lange fortsetzen, besonders wenn er verheirathet ist. So geschah denn auch im Laufe des Jahres ein Wechsel, und Nathan, einem bekehrten Juden, folgte Humbert, ein bekehrter Katholik. Da aber auch die strengen Gesetze der früheren Jahre hinsichtlich der Kolportage in Kraft traten, so stellten sich neue Hindernisse ein oder alte verhinderten von Neuem die Verbreitung der heiligen Schrift. Dennoch wurden 203 ganze Bibeln, 150 Neue Testamente, 655 Hafthorahs, 461 Psalmen, 284 Evangelien und 2969 religiöse Bücher in hebräischer und anderen Sprachen verkauft. Umsonst wurden vertheilt: 49 Bibeln, 114 Neue Testamente, 959 Evangelien, 226 andere Theile der heiligen Schrift und 5400 religiöse Bücher und Traktate. Eine Mädchenschule wurde von 135 Kindern besucht. Die Eltern derselben lassen keine Gelegenheit vorübergehen, wenn man sie in ihren Häusern besucht, ihre Dankbarkeit für den ihren Kindern ertheilten Untericht zu zeigen. Was die Fortschritte der Kinder betrifft, so haben englische und amerikanische Besucher der Schule ihr Erstaunen über die Ordnung in derselben, über das äußere Ansehen der Kinder und über die guten Antworten, welche sie auf Fragen aus dem Neuen Testamente gaben, geäußert; sie wunderten sich, daß dieses Buch überhaupt angenommen und so frei über dasselbe gelehrt wurde. Auch eine Erwachsenen-Schule ist eingerichtet; dieselbe wurde von 70—170 Juden, 60 Arabern und 40 Europäern besucht. Madame Garat unterrichtet erwachsene Frauen im Lesen und Schreiben und sucht unter ihnen die Kenntniß Gottes und des Heilandes, der zur Erlösung der Frauen sowohl als auch der Männer starb, zu verbreiten. Sie besucht auch dieselben in ihren Häusern und findet dann oft nicht bloß bei den eigenen Bewohnern des Hauses, sondern auch bei Anderen, die gleichfalls herzukvmmen. Gehör.

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