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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 11-12 (1874) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
11-12 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 7)
Language
German
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trage einen Namen, welchen sie wolle, mit erschrockenem Herzen und mit der unablässigen Sorge, daß wir von ihr frei und ledig werden, anzublicken, und nichts vor einem Gotte klein zu achten, der nicht einmal den Staub an Mosis Füßen ertragen wollte. Auch unsere Schooß-, auch unsere Lieblings-, auch unsere Gewohnheits-, auch unsere Schwachheits-, auch unsere Temperaments-, auch unsere Geschlechts-, auch unsere Standes-, auch unsere Volks-, auch unsere Zeit-, auch unsere Kirchensünden sind Gott ein Greuel. Rein ab, so ruft er uns zu und kennt hierin keinen Erlaß. Dennoch ist diese Stimme, wenn sie von Jehovah, dem Gotte der Offenbarung ausgeht, zugleich eine Gnadenstimme, und aus dem Neuen Testament ruft sie mit vollkommenem Trost uns entgegen: „Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde". Werden wir nur die heilige Gottesscheu in unserm Herzen nicht ersticken, sondern täglich darum sorgen, daß der Schmutz, welcher sich immer wieder an unseren Füßen gesammelt hat, durch Christi Hände abgewaschen werde, so sollen unsere Füße auch einmal in der Stadt Gottes stehen, die Hülle von unseren Augen gethan werden, und wir werden schauen von Angesicht zu Angesicht. Unter de» nordaMamsche» Juden. 1. Algier und Marokko. Die Zahl der Juden Marokkos ist keine unbedeutende. So werden aufgeführt: in El Kassar 2000, in Fas 10,000, in Muknas 10,000, in Rabat 6000, in Dar Beider 4000, in Z'noor 2000, in Mazagan 5000, in Sassis 3000, in Modagor 8000, mit wenigen Ausnahmen Sephardim, d. h. frühere spanische oder portugiesische Juden. Aeußerlich erscheinen sie alle arm, aber unter den zerlumpten Teppichen in ihren Wohnungen und unter der häßlichen Kleidung des Sambenito sind große Reichthümer verborgen, und aus der Menge zerfallener und schmutziger Hütten sieht man an den Sabbath- und Festtagen Frauen kommen, die in Atlas und Seide eingehüllt und mit Diademen und goldnen Mitren, mit Ketten und Perlen oder mit diamantenbesetzten Halsbändern, mit

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