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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 9-10 (1874) · page 29

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
9-10 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 29)
Language
German
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getauft verlassen haben, von dcucn jedoch noch manche später getauft worden sind. ' ' 7. Damaskus. ' Die Missionare dieser Station haben an dem Banne, der von den Rabbinern über die Besucher des Missionshauses verhängt wurde, einige Zeit hindurch ein großes Hinderniß für ihre Wirksamkeit gefunden. Warum aber, frägt Pr. Frankel, fürchten sich denn die Juden so sehr vor ihren Rabbis? und giebt uns dann selbst den Aufschluß. Er erzählt: „Seit dem Tode des Oberrabiners gehn viele Erzählungen über seine Macht, Wunder zu thün, umher. Das Folgende diene als Beispiel: —7 Zwei junge Leute wurden vor den Rabbi gebracht und der Sünde beschuldigt; er ermahnte sie, Gott die Ehre zu geben und die von ihnen begangene Sünde einzugestehen, um alsdann von ihm die Vergebung und seinen Segen zu empfangen. Sie behaupteten standhaft ihre Unschuld. Nehmt euch in Acht, sagte der Rabbi, wenn ihr schuldig seidso rufe ich Gott an, daß er es in einem Monate offenbare. In 10 Tagen starben Beide plötzlich.—Bei einer anderen Gelegenheit wurde eine Klage gegen einen Fleischer vor ihn gebracht, der an einem gewissen Fest, an dem Jeder gehalten ist, auf seinem Tische Fleisch zu haben, übermäßige Preise für dasselbe forderte; der Fleischer wurde herbeigeholt und ihm aufgegcben, seine Forderungen zu ermäßigen, er verweigerte aber dem Oberrabiner hartnäckig den Gehorsam. „So geh'," sagte der Rabbi, „in 3 Tagen wirst du zu den Tobten gezählt werden", und am dritten Tage des Nachmittags fiel er todt nieder. — Solche Geschichten werde» von Vater ans Kind fortgeexbt und dabei ausdrücklich eingeschärst: „Fürchte die Rabbis, wie du Gott fürchtest; gehorche ihnen oder es wird Unglück über dich kommen". Jst's zu verwundern, wenn die Rabbiner an einem so finsteren Orte allmächtig find?" ' Die Inden in Syrien, 16,000 an der Zahl, sind Sephardim, d. h. Abkömmlinge der aus Spanien und Portugal eingewanderten Juden, nur etwa 20 Familien sind Aschkenäsim, d. h. deutsch redende Juden, zu denen bieganz überwiegende Majorität der Juden Deutschlands,^Oesterreich-Ungarns, Rußlands und Polens gehört. Anerkanntermaßen gehören die Gemeinden auch in ihrer Gesammtheit der strikt, orthodoxen Schule an. Die Juden sind Eingeborene des Landes mid haben zu diesem Namen ein so gutes Recht wie sonst Jemand unter den Einwohnern. So weit es ihm die Religion

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