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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 9-10 (1874) · page 28

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
9-10 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 28)
Language
German
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meinen Schwiegersohn; ich kann es nicht verstehn, warum er unsere Gebräuche nicht mitmacht, aber er hat gewiß dafür guten Grund, denn, wie ich sehe, ist er ein besserer Mann, Er liest die ,Bibel mehr als je zuvor und betet so schön und ernstlich." Und selbst der Oberrabiner sagte, als er von den Verwandten seiner Frau um Rath gefragt wurde, ob es recht wäre, wenn sie mit ihrem Ehemanne weiter leben würde, daß er ihn als einen guten jungen Mann kenne und daß er nicht glaube, die neue Umwandelung werde ihn schlechter gemacht haben, obgleich er es bedaure, daß er so seltsame Vorstellungen habe, — Gleich jedem aufrichtigen Bekehrten legt er ein großes Interesse an der Bekehrung seiner Brüder an den Tag und hegt die Hoffnung, daß es ihm eines Tages werde vergönnt werden, in des Herrn Weinberg zu arbeiten. — 6. Jerusalem. Jerusalem und seine Juden sind schon oft der Gegenstand der Besprechung in unserem Blatte gewesen; wir fassen uns diesmal deshalb nur kurz, um nicht Oftgesagtes zu wiederholen.;; Pr. Friedländer von der Londoner Judenmission, äußert sich über dieses Feld in folgender Weise: „Während in Tunis,meinem -früheren Aufenthaltsorte, eine in sich gleiche Masse von Juden wohnte, so daß, wer einige von ihnen kannte, alle kannte, hat Jerusalem eine aus den fremdesten Elementen zusammengesetzte jüdische Bevölkerung, die von allen Himmelsgegenden herkommt und so dem Missionar große Schwierigkeiten bereitet, indem dieser sich, nicht allein verschiedene Sprachen aneignen, sondern auch ebenso verschiedene Sitten und Gewohnheiten studiren muß, um Jedem in der ihm am Meisten zusagenden Weise begegnen zu können. Tanks weiß -nichts von geistlicher Unterdrückung, die durch unbegrenzte Geldsummen, welche man nach dem Gefallen der Rabbiner ertheilt oder zurückhält, unterstützt wird, während dieses System in Jerusalem auf's Vollkommenste ausgebildet ist — im Ganzen aber kann man Jerusalem das eigentliche Centrum des jüdischen Fanatismus nennen." Die Arbeit daselbst ist in der früheren Weise fortgegangen Unter Anderem erwähnt das Jndustriehaus, daß im Laufe der Jahre bisher 196 Juden in ihm Aufnahme gefunden hätten, von denen 18 bereits getauft waren, 66. während ihres Aufenthalts in demselben getauft, wurden, 7 sich noch im Unterrichte befinden und 105 es un-

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