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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 9-10 (1874) · page 24

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
9-10 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 24)
Language
German
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152 Kämpen aufgeworfen halte, und daß sie Mehr über das Christen' thum zu hören wünschten, da sie aus dem, was sie vernommen, die Ueberzeugung gewonnen hätten, es müsse eine Religion sein,' die von Gott stamme. Kurze Zeit darauf, und während Pr. Eppstein in ein Gespräch mit einem aufmerksamen Zuhörer an einem der Bazarläden vertieft war, bemerkte er, wie sich ein erregter Haufe um den Proselyten sammelte, der ihn nach Magnesia begleitet hatte, und trat sogleich zu ihm. Als er näher kam, hörte er die Einen höhnen, die Andern fluchen — er kam nicht einen Augenblick zu früh, um noch rechtzeitig seinen Gehülfen von übler Behandlung zu befreien. Aus seine Frage fand er, daß, während Jener ruhig, aber mit Kraft ihnen Jesum als den verheißenen Messias Israels und die einzige Rettung für die Sünder dargestellt und hierbei durch seine Tüchtigkeit, wie durch seinen Ernst auf alle Umstehenden einen Eindruck gemacht hatte, ein Jude aus Smyrna, der gerade vorbeiging, den Sprecher erkannt hatte und sofort rief: „Was hört ihr ihm zu? Das ist der abtrünnige Rabbi aus Smyrna, von dessen Verdorbenheit ihr alle gehört habt; er ist ein wirklicher Jerobeam, der Sohn Nebats, der gesündigt und Andere sündigen gemacht hat; sein Name werde vertilgt, der Meschummed." Pr. Eppstein erzählt ferner, daß eine Aufforderung an ihn ergangen sei, mit einem fanatischen Rabbi eine öffentliche Disputation zu halten, daß aber, als'er sich hierzu bereit erklärte, die Taktik geändert ward und man Bedingungen stellte, welche die Disputation unmöglich machten. Als diese Verabredungen also nicht zum Ziele führten, forderte er den Rabbi ans, die Beweisführungen einiger Traktate zu beantworten, und versah ihn dazu mit den nöthigen Exemplaren; doch wurden sie ihm wieder zurückgestellt, am Rande mit der Behauptung, daß sie unwahr seien, versehen, ohne daß jedoch der Versuch gemacht wäre. Gründe der Widerlegung anzugeben. Statt der vorgeschlagenen Disputation las deshalb Pr. Eppstein Auszüge aus den Traktaten vor und frug, ob die auf dieselben gegebenen Antworten des Rabbi wohl die entsprechenden wären. Alle Anwesenden außer einigen Partisanen des Rabbi verneinten dies und der Eindruck, den dies Alles hervorbrachte, war für die Wahrheit sehr günstig. An diesem Tage und in der folgenden Woche war die Kapelle dicht gedrängt besucht. Der

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