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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 7-8 (1874) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
7-8 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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121 Zeichen für das Fortwalten der Gnade Gottes über seinem Bolle. Ganz offenbar geht in den Gemüthcrn desselben eine Bewegung vor sich. Zeugnisse dafür empfangen wir von unseren Missionaren in manchen Gegenden der Welt. Besonders geht eine Bewegung in ihnen vor: sie sind von ihrem gegenwärtigen Zustande oder von den Lehren des Talmud nicht befriedigt. Der Talmud scheint den Einfluß, den er einst auf ihre Gemüther ausübte, verloren zu haben, und Manche unter ihnen sprechen sich selbst dahin aus, daß die Verödung ihres Landes nur ein Beweis für die Verödung ihrer Herzen sei. Viele von ihnen versinken in Atheismus und Unglauben, und der Geisteszustand derer, welche wohl dem Alten Testamente anhängen, aber das Neue Testament verwerfen, erscheint als ein Zustand der Finsterniß, der Unzufriedenheit und der geistigen Oede. Ein anderer Beweis für die Bewegung auf unserem Gebiete ist das wachsende Interesse, welches man für Jerusalem fühlt. Ich höre, daß die Hälfte der Bevölkerung von Jerusalem gegenwärtig aus Juden besteht, und wo überall in der Welt Juden leben, richten sich unter ihnen mehr und mehr Gemüther auf ihre alte Hauptstadt. Was da fehlt, das ist eine reichere Ausgießung des heiligen Geistes und ein reicheres Maß der göttlichen Gnade für uns sowohl als für Jene. Gebet thut uns noth, und aus einem Gebetstage, wie man ihn vorgeschlagen, sollte ein ganzes Gebetsjahr werden. Die Gebete eines einzelnen Tages sollten auf jeden Tag des Jahres ausgedehnt und das alte Volk der Juden zu einem besonderen Gegenstände des Gebets und des Flehens gemacht werden. Viele erheben den Vorwurf, daß so wenig gewirkt worden ist, daß der Bekehrten so wenige sind und daß die Hindernisse für uns sich häufen. Aber setzen wir den Fall, daß Gott durch die gewaltige Macht seines heiligen Geistes die Juden selbst erheben, sie als Nation aufrichten wollte, um ihr Werk auszuführen, daß er ihre Gemüther mit einem tiefen Interesse an ihrem Messias erfüllen und sie als Nation aussenden wollte, um die Bekehrung der Welt zu betreiben — ist denn für Gott etwas zu schwer? Bedenken wir, daß in einem Zeiträume von dreißig Jahren ansehnliche Theile der Welt von den Aposteln bekehrt wurden, und was hindert Gott daran, Hunderte und Tausende von Juden zu erwecken und sie mit seinem mächtigen Geiste zu erfüllen, so daß wir die Nation wieder-

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