Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 7-8 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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113 durch ihn der Wechsel des Gesetzes erfolgt, indem er es erfüllt durch Thun und Leiden. Er hat für uns das Gesetz erfüllt und dessen Todesfluch getragen. Und wenn er durch seinen heiligen Geist die Seinen heiligt, daß sie als Kinder Gottes im Glaubensgehorsam gegen Gottes Vaterwillen durch das Leben gehen, so beruht ihre Gerechtigkeit und Seligkeit doch nicht aus diesem ihrem Gehorsam, sondern auf dem Evangelium, auf der Botschaft von der vergebenden und seligmachenden Gnade Gottes in Jesu Christo, dem Hohenpriester nicht aus Aaron's Stamm. Hebr. 7, 13. 14. „Denn Der, betreffs dessen dieses gesagt wird, ist einem andern Stamm angehörig, aus welchem Niemand des Altars gewartet hat. Denn es ist ja offenbar, daß von Juda aufgegangen ist unser Herr, hinsichtlich welches Stammes Moses Nichts geredet hat vom Priesterthum." Christus, der Priester nach der Weise Melchisedek's, ist aus Juda's Stamm, einem Stamm, von welchem im Gesetz nirgends gesagt wird, daß seine Genossen Priester sein sollen. So liegt denn in seinem von Gott verheißenen und verordneten Priesterthum die Erfüllung des durch das levitische Priesterthum nur typisch Gezeichneten, das über das Gesetz hinausgeht, und in der Erfüllung zugleich die Aufhebung dieses Priesterthums, das nicht die Vollendung brachte. Dies Letztere legt nun das Folgende dar. Hebr. 7, 15—17. „Und in noch reicherem Maße ist dies ersichtlich, wenn nach der Aehnlichkeit Melchisedek's ein anderer Priester aufgestellt wird, welcher es nicht nach dem Gesetz fleischlichen Gebots geworden ist, sondern nach der Kraft unauflöslichen Lebens. Denn ihm wird bezeugt: Du bist Priester ewiglich nach der Weise Melchisedek's." Es wird hier ein Punkt hervorgehoben, der die Sache noch in reicherem Maße klar macht. Der Priester, welcher die Vollendung bringt, wird hier abermals mit den levitischen Priestern verglichen. Diese Priester haben ihr Amt empfangen nachdem Gesetz fleischlichen Gebots, d. h. eines Gebots, welches fleischliche, dahinsterbende Menschen zu dem Priesteramt beruft, also das Amt an fleischliche Abkunft knüpft; jener Priester aber, der die Vollendung bringt, ist ein anderer, er hat sein Amt empfangen nach der Kraft unauflöslichen Lebens, nicht durch fleischliche Abstammung von einem sterblichen Vater, sondern unmittelbar von Gott, er hat 8