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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 7-8 (1874) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
7-8 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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101 Der himmlische Hohepriester aber ist uns in das Allerheiligste droben vorangegange» und will uns Alle zu sich ziehen. Lasset auch ein Haupt sein Glied, Welches es nicht nach sich zieht? singt der Glaube nach Joh. 12, 32. In ihm beruht der Anker unsrer Hoffnung, die nicht blos ein schöner, idealer Gedanke, sondern etwas Reales ist. Christus selbst ist unsre Hoffnung. Sein Opfer ist unsre Versöhnung; das Machwerk seiner Fürbitte (Jes. 53, 12) ist der Schlüssel, der uns die Thür zum Leben aufthut; seine durchgrabene Hand (Psalm 22, 17) öffnet uns den Vorhang des Himmels. Noch wandeln wir im Glauben und nicht im Schauen; noch ist unserm leiblichen Auge die himmlische Herrlichkeit wie mit einem Vorhang verhüllt: aber das Auge des Glaubens, das der heilige Geist uns aufthut, schaut das himmlische Allerheiligste; unser Herz, das sich in der Hoffnung zu dem erhebt, was droben ist, schmeckt und fühlt den himmlischen Frieden des Allerheiligsten in der Höhe. So hat Jesus Christus, der himmlische Hohepriester, mitten in die Welt der Sterblichkeit die Ewigkeit hineingepflanzt; er hat in die Welt der Sünde und Schuld Versöhnung und Gerechtigkeit gebracht; er hat dem Tode die Macht und den Stachel genommen; er hat das Leiden verklärt, da er es selbst trug und da er es in seinem Wandel ans Erden uns als den Weg aufwies, der zur Herrlichkeit führt; er hat in die Welt der Selbstsucht die Liebe gebracht; er hat die armen Sünder selig gemacht; er hat uns himmlisch getröstet: „Sei getrost, deine Sünden sind dir vergeben"; er kam vom Himmel, uns Alle nach sich zu ziehen, wenn wir ihn im Glauben ergreifen und festhalten bis zum letzten Seufzer. Ja, Jesus Christus ist der himmlische Hohepriester ewiglich nach der Weise Melchisedek's. Das legt uns der Hebräerbrief im Folgenden in sorgfältiger und eingehender Ausführung dar: Hebr. 7, 1—25 Inhalt: Jesus Christus, der Hohepriester nach der Weise Melchisedek's. B. 1—10 Inhalt: Der Priesterkönig Melchisedek. V. 1-3 lautet: „Dieser Melchisedek nämlich, König von Salem, Priester

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