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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 7-8 (1874) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
7-8 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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100 gewinnt, und wie auf diesem Anker die Hoffnung der vom Untergang Bedrohten ruht, so gewinnt das Christenherz Halt und Festigkeit durch den Hoffnungsanker, der im Glauben in den Himmel geworfen ist, der durch Gottes Gnaden- und Vaterhand gehalten wird. Im Glauben, in Christo ist der Anker, in den Himmel gelegt. Christus ist das Fundament der christlichen Hoffnung; so ruht der Anker durch ihn in Gott. Ein Lied sagt: Ich habe nun den Grund gefunden, Der meinen Anker ewig hält: Wo ander«, als in Jesu Wunden? Da lag er vor Beginn der Welt. Gottes ewige Gnade in Christo ist der Ankergrund unsrer Seele. Mit diesem Anker sind wir durch das Seil des Glaubens verbunden, und im Glauben geht unser Weg himmelwärts, zum Hafen des ewigen Friedens, wo die Stürme ein Ende haben und wo sich auf ewig erfüllt, was vorbildlich geschehen, da Jesus Christus aus dem stürmischen Meer fuhr und sein Wort den Sturm stillte (Matth. 8, 23—27). Er hat uns den Frieden und die Stille, das Lebe» und die Seligkeit erworben, da er für uns in das Leiden und Sterben gegangen ist. Und als er am Kreuze sprach: „Es ist vollbracht!" da hatte sein Kampf für uns ein Ende, da war er den Stürmen der Passion entnommen, und ihm winkte die Erhöhung zu der himmlischen Herrlichkeit. Das Opfer des himmlischen Hohenpriesters ist vollbracht: bald öffnet sich ihm das Allerheiligste im Himmel, daß er durch die Himmelfahrt hineingehe in daö Inwendige des Vorhangs. Das Allerheiligste auf Erden ist der Typus des Allerheiligsten im Himmel. Wie der irdische Hohepriester, nachdem er das Opfer am Versöhnungstag dargcbracht, in das Allerheiligste mit dem heiligen Näuchwerk und mit dem Blut des Opfers trat: so ist Christus, der himmlische Hohepriester, nachdem er sich selbst am .Kreuz zum Opfer gebracht, nachdem er erfüllt, was Jes. 53 verheißen ist, nachdem in ihm das Wesen dessen sich vollzogen, was im Typus durch die Opfer des Alten Bundes gcweissagt war, in das himmlische Allerheiligste eingcgangen. Dem irdischen Hohenpriester durfte kein Mensch folgen, wenn er durch den Vorhang in daö Allerheiligste hienieden cinging.

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