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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 3-4 (1874) · page 27

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
3-4 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 27)
Language
German
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59 ziehung überlegen; der Lehrer ist in meinem Waisenhause oder der Diözesan-Schule in Jerusalem erzogen. Beispielsweise frug ich den Lehrer, über welchen Theil der Schrift er zuletzt die Kinder belehrt hätte, er antwortete mir: über das Evangelium Marci; darauf wandte ich mich zu denselben und frug einen der Knaben, ob er mir wohl in einigen Worten den Inhalt des ersten Kapitels angeben könne, und derselbe that dies ganz genau. An einen andern mich wendend bat ich denselben, das Nämliche mit dem zweiten Kapitel zu thun, und er konnte es eben so gut, wie der erste. Darauf, gaben sie mir, und zwar Alles aus dem Gedächtniß, theils einzeln, theils in der Gesammtheit eine fast vollständige Inhaltsangabe aller Kapitel des Evangeliums in ihrer Reihenfolge vom Anfang bis zum Ende, besser in der That, als ich es selbst gekonnt hätte. Ich brauche wohl nicht erst zu sagen, wie sehr ein solcher Unterricht darauf berechnet ist, den Geist und das Gedächtniß zu entwickeln. Dann ging ich nach Egypten und hatte einige Zusammenkünfte mit d_em Rev. Reichhardt, Missionar der Londoner Gesellschaft für Israel, der über die Gleichgültigkeit und den weltlichen Sinn der Juden klagte. In Cairo fand ich einen vortrefflichen Geistlichen, welcher während des Winters geistliche Funktionen, hauptsächlich unter englischen und amerikanischen Reisenden versehen hatte. Die in Cairo Wohnenden betreiben jetzt unter dem Einflüsse des Consuls Herrn Roger die Einrichtung eines regelmäßigen Gottesdienstes. Ich nahm Theil an der einfachen Ceremonie der Grundsteinlegung einer neuen Kirche durch den Herzog von Southerland. Einen Hellen Fleck in Egypten, soweit nämlich die englische Kirche in Betracht kommt, darf ich nicht übergehen, es ist die zahlreich besuchte und wohl geleitete Schule der Miß Whately für Knaben und Mädchen. Auch befinden sich zwei treffliche deutsche Pastoren in Cairo und Alexandria; die amerikanischen Missionare (Presbyterianer) endlich haben vielen Erfolg unter den Copten (den Nachkommen der alten Egypter). Bon Egypten ging ich nach Nazareth. Ich prüfte unter Anderen 7 Jünglinge, die mit der Aussicht, später qls Catechisten, Schulmeister und Schriftvorleser Anstellung zu finden, unterrichtet werden. Auf meiner weiteren Reise kam ich auch nach Zebabdeh. Die Christen daselbst sind sehr arm, und da sie von allen Seiten von

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