Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 3-4 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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38 kämpfen und erfährt beständigen Widerstand von Seiten der Namenchristen und der Mnhamedaner. Die Gesellschaft für die Bildung des weiblichen Geschlechtes im Morgculande hat auch zwei Mädchenschulen in Palästina, die eine in Nazareth, die andere in Jaffa. Die letztere insbesonders blüht unter der freundlichen und einsichtigen Leitung der Miß Walker Arnott. Sie enthält ungefähr 60 bis 70 Mädchen, unter denen sich mehrere Jüdinnen und Muhamedanerinnen befinden; einige derselben fühlen sich vom Christcnthum angezogen, besonders von der Person Christi selbst. Auch eine große Knabenschule besteht in Jaffa unter der Leitung einer christlichen amerikanischen Dame. Das sind die Missivnsunternehmungen, die in Palästina durch deutsche und englische Missionsgesellschaften betrieben werden. Uebrig bleibt noch das Werk unter meiner alleinigen Leitung, für dessen Erhaltung ich zu sorgen habe, nämlich elf Schulen mit Einschluß meines Waisenhauses in Jerusalem; von fast einer jeden einzelnen derselben möchte ich jetzt einige wenige Worte besonders sagen. Alle diese Schulen, wie überhaupt alle protestantischen Schulen in diesem Lande sind Freischulen. Man darf wohl sagen, daß die große Menge der Leute durch die Unterdrückungen der türkischen Herrscher so ruinirt ist, daß sie mit Ausnahme Weniger nicht die Mittel besäßen, selbst wenn sie den Willen dazu hätten, für den Unterricht ihrer Kinder selbst zu zahlen. Die Zahl der Kinder, welche in den Bibel- oder Protestanten-Schulcn in Palästina unterrichtet werden, beläuft sich auf etwa 1400. Außer diesen Schulen und ihren Lehrern beschäftige und erhalte ich vier ordinirte Missionare und vier Katechisten, mit Einschluß meines arabischen Sckretairs. Im letzten Frühlinge machte ich eine Visitationsreise nach Epypten, und von dort nach Galiläa und Samaria. Ich brachte dabei einen Tag in Ramleh und Lydda zu, und am Morgen reichte ich einer kleinen Gemeinde der zwei Nachbarorte das Abendmahl, taufte zwei Kinder, prüfte die Schule von etwa 100 Kindern beiderlei Geschlechtes und bemerkte mit hohem Dank ihre Fortschritte, besonders in der Kenntniß der heiligen Schrift und im Gesänge. Am Nachmittage prüfte ich die Schule in Lydda mit ungefähr 90 Kindern beiderlei Geschlechtes, darunter 35 Muhamedaner, Knaben und Mädchen, und fand sie der von Ramleh noch in mancher Be-