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Dibre Emeth · 1874-01-01 · 3-4 (1874) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
30 (1874)
Issue
3-4 (1874)
Date
1874-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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57 Götter der Philosophen keine Gebete hören und erhören, unser Gott es dennoch um seines lieben Sohnes willen thut. Aus Mangel an Hilfe und Unterstützung habe ich es für meine Pflicht erachtet, die Station und die Schulen von Bethlehem und Beitschalah an den Berliner Jerusalems-Verein abzutreten. Die, Deutschen haben aber keine Veränderungen in denselben getroffen, sie haben dieselben Lehrer behalten und halten die Gottesdienste mit Hilfe der arabischen Uebersetzung der englischen Liturgie, ebenso wie cs in unseren übrigen Gemeinden der eingebornen Bevölkerung der Fall ist. Und hier muß ich es mit Dank aussprechen, daß, obgleich die Deutschen eine eigene Kapelle besitzen, und ihr Kaiser im Begriffe steht, eine größere Kirche zu erbauen, wir fortdauernd in Liebe und Glauben vereint bleiben und nur eine einzige protestantisch-evangelische Gemeinschaft bilden. Das Werk der Kirchlichen Missions-Gesellschaft in Jerusalem versieht Rev. Klein, von zwei Katechisten unterstützt, die in unseren Schulen erzogen worden sind, und mit drei Lehrern an den drei kleinen Schulen in Ramleh, Beit-Sahur und Jerusalem; doch ich muß, wiewohl ich glaube, daß einige wenige Eingeborenen hier unter dem Einfluß der göttlichen Gnade stehen, leider sagen, daß unter ihnen kaum ein bemerkbarer Fortschritt, sei es in der Zahl, sei es im geistlichen Leben, stattfindet. Der verderbliche Einfluß, welchen die zahlreichen Priesterschaften und Klöster so lange ausgeübt haben und noch ausüben, hat alle moralische und geistige Energie des Volkes mehr als anderswo geschädigt. Die eingeborene arabische Gemeinde besteht aus etwas über 100 Seelen. Das Missionswerk der Kirchlichen Gesellschaft in Galiläa versieht Rev. Zeller, dessen Gesundheitszustand ihn freilich nöthigte, den vergangenen Sommer in Europa zuzubringen, mit zwei eingeborenen Diakonen und einem Laienkatechisten. Einer der Diakonen ist in Shefamer stationirt, etwa zehn Meilen westlich von Nazareth. Die Hauptgemeinde ist in Nazareth; aber es bestehen auch noch andere Gemeinden und Schulen in mehreren Dörfern Galiläas. Die Zahl der eingeborenen Protestanten in Galiläa beläuft sich auf zwischen fünf- und sechshundert mit ungefähr eben so vielen Kindern in den Schulen. Im Ganzen gedeiht das Werk in Galiläa, aber der Missionar hat mit vielen Schwierigkeiten zu

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