Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 3-4 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2554541-2554813-2554816--06144-2562122- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
SS entgegen. So wird bei Micha (5, 1) Bethlehem als die Geburtsstadt des. Messias genannt; so zeigt Sacharja ihn uns bei seinem Palmsonntags-Einzug in Jerusalem und deutet auf das Kreuz auf Golgatha hin (9, 9. 12, 10); so verkündigt Maleachi den Heiland und Johannes den Täufer (3, 1) u. A. m. Fassen wir den Inhalt der Propheten in e in Wort zusammen, so können wir dies durch den Spruch des Sacharja (1, 3) thun: „Kehret euch zu mir, spricht der Herr Zebaoth, so will ich mich zu euch kehren, spricht der Herr Zebaoth". Die Gnade wird verkündigt und angeboten, aber sie wird geknüpft an die Buße. Wendet euch ab von euren Sündenwegen und wendet euch hin zu Gott, der im Messias die Versöhnung bietet. Oder in Worten des Neuen Testaments: „Thut Buße und glaubet an das Evangelium". Marc. 1, '15. Äus dem Iahresbriefe des Sischof Gobat von Jerusalem. Bischof Gobat schreibt im letzten Jahresbriefe: »Die Zahl der Juden, die aus verschiedenen Ländern nach Palästina kommen, um sich in Jerusalem und in andern heiligen Städten niederzulassen, hat einen großen Zuwachs erhalten; der größere Theil derselben ist arm und hilflos, einige jedoch besitzen Geld, wenigstens im Verhältniß zu den Ankömmlingen früherer Zeiten. Doch sind dieselben kein Segen für ihre armen Brüder, denn sie kaufen im Verein mit den wohlhabenden Christen und Muhamedanern die Produkte der Ernte auf, um den Preis des Brotes auf Kosten der Armen, die sich Vorräthe für den Winter anzuschaffen außer Stande sind, zu erhöhen. Trotzdem üben sie, weil die ärmeren Juden nun einmal stets Achtung oder wenigstens Furcht vor ihren reicheren Brüdern haben, in religiöser Beziehung einen ungünstigen Einfluß auf dieselben, und diese Lage der Dinge erweist sich gegenwärtig auch als eine für die Mission unvortheilhafte. Die evangelische Gemeinde Jerusalem setzt sich aus etwa 400 Mitgliedern von mehreren Nationen und 4 oder 5 verschiedenen Sprachen zusammen. Ein Hinderniß ihres Wachsthums ist der Umstand, daß sich unsere Proselyten meistentheils zur Auswanderung genöthigt sehen, um ihren Lebensunterhalt an einem anderen Orte zu erwerben, da sie denselben in Jerusalem nicht finden