Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 3-4 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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so glaubt sie wie Abraham. Und es wird von ihr und in keiner anderen Weise das Wort gelten: Und sie glaubte an Gott, das wird ihr zur Gerechtigkeit angerechnet." Und so empfehlen wir denn das lehrreiche' Werk dem Studium unserer Leser. Was wir hier hören, das hat seine geistlich-praktische Bedeutung auch für unsere Zeit und für die Mission unter Israel, denn was zu Pauli Zeit jüdische Herzen gegen das Evangelium verschlossen hat, das thut es noch heute; mag sich auch in Bezug auf diesen oder jenen Punkt die Ansicht gewandelt oder modernisirt haben, der Kernpunkt der Opposition richtet sich noch immer gegen die Glaubens-Gerechtigkeit, weil man meint, eine andere Gerechtigkeit bereits zu besitzen; — aber auch für Alle, denn das Menschenherz, dem die Werk-Gerechtigkeit etwas so Anmuthendes hat, ist noch heute dasselbe, und es gilt noch immer, dieses alte Herz unter die Demuth des Glaubens zu beugen. Berlin, in der Epiphaniaszeit 1874. Ferd. Häufig, Prediger der Londoner Mission für Israel. Die göttliche Offenbarung in den Weissagungen der Wölf kleinen Propheten. Ein Vortrag von F. Häufig, Missionsprediger in Berlin. Die zwölf kleinen Propheten — klein genannt nach dem geringeren Umfang ihrer Schriften im Vergleich mit denen der großen Propheten — wirklen in der Zeit von der assyrischen Periode, in welcher Assur als die alle übrigen Reiche überragende Weltmacht hervortrat, bis zu den Tagen nach der Erlösung Israels aus der babylonischen Gefangenschaft. Diese Zeit ist sowohl für die Weltgeschichte, als für die Geschichte des Reiches Gottes von hervorragendem Interesse. Es ist eine Zeit großer Weltmächte, welche mit gieriger Hand nach fremden Ländern greifen, welche unersättlich ihre Grenzen erweitern, welche das Elend des Krieges erbarmungslos über das eigene Volk und über die benachbarten Nationen bringen. Es ist eine Zeit großer Gerichte, welche Gott der Herr durch die Weltmächte, seine Werkzeuge über die Völker bringt.