Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 3-4 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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41 und daß Gottes Gnade auch seiner zahllosen Kinder, aller Welt Sünde entfernen werde. Das Opfer, das Abraham 1. Mose 15, 9 geboten wird, ist ein Gesammtopfer, der Typus alles Opferwesens und auch des Opfers, welches alle Welt versöhnt. Aber nur Gott, der schlechthin Reine und Gerechte, kann im Opfer die Sünde lösen. Also trug Abraham im Geist seines Glaubens die Sühne Gottes durch sich selbst für alle Welt und damit im Geist den Tod Christi. Der Vers, vergleicht den Glauben Abrahams als den höheren mit dem Noahs. Er deutet schön Rom. 4, 18: ,.Die Worte „„wider Hoffnung auf Hoffnung"" drücken das Wesen jedes Glaubens aus. Obschon gegen menschliche Einsicht und Hoffnung doch an der Verkündung und der Ueberzeugung festhalten, weil Gott es ist, der spricht, das ist Glauben." P. Cassel schließt sein Werk mit den Worten: „Abraham glaubte au Gott, der den Sünder gerecht macht, also den dem Tode Hingegebenen zum Leben ruft. Er glaubte aber auch, daß Gott den Tod der Welt seiner Nachkommen lösen, das ist, ihre Sünde sühnen werde. Er trug im Geiste das Opfer des Sündlosen für die Sünde der Welt. Glaubt er an die Erweckung des Lebens aus dem Leibe des Sünders, so auch an die Auferstehung dessen, der ohne Sünde zum Menschen ward. — Abraham glaubt daher nichts Anderes und wird um nichts Anderes gerechtfertigt, als die Gläubigen, nachdem Christus gekommen, gelitten und erstanden war. Er ist wahrlich das Vorbild und der Vater Aller im Glauben, welche in Christo selig werden. Er glaubte im Geiste an Den, welchen wir in der Wahrheit der Geschichte glauben. Abraham glaubte an den Gott, der den Sünder selig macht, der Christum in die Welt senden und erwecken werde. Die Jünger Christi glauben zu ihrer Rechtfertigung, daß Christus in der Welt gewesen und auferstanden sei. Es ist da kein Unterschied des Glaubens. Er ahnte, uns ist die Ahnung erfüllt. Er sah, wir haben. Wodurch Abraham selig ward, daß er glaubte — ist nicht blos wegen Seiner, sondern wegen Aller gesagt. Wenn die Welt ihre Sünde fühlt und nicht weiß, wie sie bestehen soll — sie sieht sich ohnmächtig, selber für ihr Leben zu sorgen, und reicht dazu kein menschliches Werk aus — sie glaubt aber an Den, der Christum erwecket hat, nachdem er die Sünde in seinem Tode aufgehoben —