Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 1-2 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Mißverständnisse widerlegen. Wir zeigen ihnen Stellen wie: I. Joh. 2, 1, 2; Ebr. 7, 25; Ap.-Gesch. 4, 12; 1. Tim. 2, 4; Gal. 1, 4; Col. 2, 17; Ebr. 8, 6. 7; 10, 9. Wenn wir ihnen diese und andere Stellen zeigen, bemerken sie: „Das ist eine ganz neue Lehre, Gott muß sie in unserer Zeit geoffenbart haben". Gegenwärtig haben wir einen vermehrten Zutritt zu den Falaschas. Streitigkeiten haben meistentheils aufgehört und Viele hören das Wort Gottes. Jüngst sind wir durch eine ansehnliche Zahl von Leuten ermuthigt worden, welche die Wahrheit ergriffen haben und sich nun freuen, daß sich ihre geistliche Finsterniß in Licht verwandelt hat. Ihr Leben als Christen steht in Uebereinstimmung mit dem Evangelium. Im Allgemeinen sind die Leute recht eifrig, das Wort Gottes zu hören, und suchen selbst die Wahrheit. Ich unterrichtete fünf Falaschas, die im November 1871 getauft wurden. Sie leben in Dshargy, in ihrem Lande Dagoosa, zwei Tagereisen von Genda. Zwei derselben sind gelehrte Debteras und Beide belehren nun die Falaschas an ihrem Orte. Noch 25 andere Falaschas bereite ich für die Taufe vor, die, wenn Sie dieser Brief erreicht, schon durch die Taufe in die christliche Gemeinschaft ausgenommen sein werden. Sie Alle senden Ihnen ihren Gruß. Sie werden aus allen diesen Mittheilungen ersehen, daß unsere armen Bemühungen von dem Herrn gesegnet sind. Möge der Vater mit seiner Liebe, der Sohn mit seiner Erlösungsgnade, der heilige Geist mit seiner Gemeinschaft niemals von Ihnen und von Ihrem geringen Diener weichen. Geschrieben zu Genda, den 27. November 1872. Beroo." „P. 8. Vor 7 Monaten sandte ich einige Briefe. Der Bote kehrte jüngst zurück und brachte nur die traurige Nachricht, daß sie verloren gegangen seien, als er über einen ausgetretenen Fluß schwimmen mußte." Missionar Flad, der einst bekanntlich zu den von dem Abyssinischen Könige Theodorus gefangen gehaltenen Missionaren gehörte, steht noch in fortwährender Verbindung mit der kleinen Proselytengemeinde jenes fernen Landes. Gegenwärtig ist derselbe mit vr. Krapf besonders für die Herstellung einer Missionsliteratur in