Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 1-2 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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8 m beständige Thätigkeit in der Arbeit für den Herr». Vor etwa 23 Jahren gefiel es dem allmächtigen Gotte zuerst, unseren Bruder aus der Finstcrniß in sein wunderbares Licht zu versetzen; es geschah hier in Jerusalem; seitdem hat er ein wahrhaft musterhaftes Leben geführt, und sich „als einen treuen Wächter auf den Mauern Zions, der niemals schweigen wollte", bewiesen. Wie oft haben wir ihn während der verflossenen Jahre sich in den Straßen dieser Stadt im Namen Jesu von Nazareth hinstellen sehen, um mit seinen Brüdern aus dem Hause Israel von ihm zu reden, „denn seines Herzens Wunsch und Gebet war, daß sie möchten errettet werden". Wir haben cs selbst gesehen, mit welcher Macht er das Evangelium predigte, und mit welcher Geduld er furchtlos aller Gewaltthat und aller Beleidigung, die er um seines Meisters willen erlitt, begegnete. Er ist einer von denen, welche ihr Leben für die Sache unseres Herrn Jesu Christi auf's Spiel gesetzt haben. Um meiner Brüder in dem Amte willen freue ich mich, die Einfalt und Lauterkeit seines Christcnwandels und den unschätzbaren Werth seiner Dienste als Evangelist bezeugen zu können. Von nur wenigen, wenn überhaupt von irgendwelchen Erdmbanden beschwert, gab er sich selbst ohne Rückhalt dem Erlöser hin, um ein Mitarbeiter seines theuren Herrn in der Rettung der Seelen zu sein, und viele, recht viele, wie wir glauben, von dem Hause Israel werden am jüngsten Tage auftreten und ihn segnend das Werkzeug ihrer Bekehrung nennen. In seiner Art, die Wahrheit zu erklären, lag eine Geradheit, welche den Eindruck der frohen Botschaft, die er unermüdlich verkündigte, noch bedeutend verstärkte. Durch die Gnade Gottes ganz von talmudischen Sophistereien frei, war ihm Immanuel Alles in Allem. Er hatte keinen Geschmack an langen Controversen und an der Besprechung von Fragen, die keinen Nutzen bringen; der Sünder, der Heiland, die Ewigkeit waren die Themata, bei denen er gern verweilte. Wir haben es selbst mit angehört, wie ernstlich er den Unbekehrten warnen konnte, und mit welcher Salbung er die Geschichte von der Liebe Jesu und von der Erlösung, die er in seinem Blute gefunden, zu erzählen verstand. Und wenn er dann etliche arme Sünder zu dem Lamme Gottes geführt, wie konnte er da so sanft und so fürsorglich die Wunderlichkeiten der jungen Bekehrten tragen, „wie eine Amme ihre Kindlein Pflegt". Als er die Heimath für die