Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 1-2 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 wußtfciil gebracht haben: Die Zudenmissio» und in derselben die eifrigste Beförderin derselben, die Londoner Gesellschaft für Israel, weiß, daß sie kein vergebliches, nutzloses Werk thut. WirZhaben Zeit zu warten, wenn wir, die gegenwärtig auf diesem Felde arbeiten, auch zum Theil nur erst den Acker aufzureißen, vom Unkraut zu reinigen und hier oder da mit dem Säen zu beginnen haben. Unser Herr Jesus Christus ist das A und das O, der Erste und der Letzte; Israel, er hat es gesagt, bekehrt sich zuletzt zu ihm, dem Davidssohne, seinem Könige und seinem Helfer, dem Gotteslamme und dem auch um seiner Sünde willen Geschlachteten, dem Anferstandenen und dem Friedcfürsten, zu dem Herrn, welcher zuletzt nun doch allein Israels Hoffnung und seine Gerechtigkeit sein wird. Wir, die Boten dieses Heilandes, sind indeß seine Stimmen, wir bereiten ihm den Weg zu den Herzen Israels hin, wir rufen, wir warnen, wir strafen, wir locken, wir laden, und Alles auf Hoffunng, unsere Arbeit jetzt ist „eine Saat auf Hoffnung". Joseph Paul Stern. Am 9. Januar 1872 starb in Jerusaleiu der deutsche Schriftvorleser der dortigen Londoner Gesellschaft für Israel, Joseph Paul Stern. Da er ein Proselyt war, dessen Leben ein überaus lebendiges Zeugniß von der Macht Christi über ein jüdisches Herz geworden ist, so lassen wir uns über denselben von Einigen, die ihm näher gestanden haben, berichten. Prediger I. Neil von der Christuskirche auf dem Berge Zion hielt ihm in diesem Gotteshause eine Gedächtnißrede, aus welcher wir das Folgende entnehmen: „Ein wahrhaft demüthiges und geheiligtes Kind Gottes ist aus unserer Mitte geschieden. Meinem heiligen Amte würde es übel anstehen, wenn ich schweigen wollte, da ich heute den leeren Platz eines ernst gläubigen Mannes erblicke, für den wir die sichere und gewisse Hoffnung hegen dürfen, daß er jetzt die ganze Seligkeit eines frommen Verstorbenen genießt; denn er war in der That ein Israelit, an welchem kein Falsch war. Es herrscht nur ein Zeugniß über seine kindliche Glaubenseinfalt, über die durchsichtige Geradheit seines christlichen Charakters und über seine