Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 30 (1874)
- Issue
- 1-2 (1874)
- Date
- 1874-01-01
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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3 Aus -er Arbeit eines Jahres. Unter diesem Titel hatten wir. in der letzten Nummer des vorigen Jahrganges allerlei Mittheilungen gebracht, welche uns einen Einblick in die Judeumissionsarbeit der Londoner Gesellschaft für Israel gewähren sollten. Was dort im Einzelne» und durch anschaulichere Bilder zur Darstellung gelangt ist, soll nun aber in der ersten Nummer des neuen Jahres so zusammengefaßt werden, daß man die Bedeutung der Arbeit jener Gesellschaft daraus zu entnehmen im Stande ist. Sehen wir dcßhalb zuerst auf diejenigen Resultate, welche, wenn auch mit Unrecht, vor allen anderen als Maßstab für den Werth und die Wichtigkeit des Missionswerkes von der größten Mehrzahl der Juden und der Christen betrachtet zu werden Pflegen, das heißt also zunächst auf die Zahl der Getauften, so betrug diese nach dem Jahresbericht von 1872 immerhin 84 Personen. Da uns in den Berichten von 1816 an, unter denen nur derjenige des Jahres 1832 fehlte, die Zahl der Getauften ans 3281 angegeben wird, so würde sich die nunmehrige Gesammtsumme also auf 3365 belaufen; immerhin mehr, als man auf jüdischer und christlicher Seite im Allgemeinen vorauszusetzen geneigt gewesen sein wird. Wir hatten aber auch einen anderen Zweig der Missionsthätigkeit in dem Gesammtwerke der Londoner kennen gelernt, dessen Bedeutung allgemeiner verständlich ist, wir meinen alle jene Bemühungen, welche dem Unterrichte der jüdischen Jugend und in den orientalischen und afrikanischen Ländern auch der Erwachsenen beider Geschlechter gewidmet sind. Die Zahl aller in solcher Weise unter den Einfluß der Mission getretenen Kinder und Erwachsenen betrug 1154. Wie viele Zehntansende sind aber im Laufe der Jahre durch die Missionsschulen mit dem Evangelium bekannt geworden! Die Lebensgeschichte nicht Weniger, welche in ihrem späteren Alter zur Erkenntniß Christi gekommen sind, sagt uns davon, daß sie in den Missionsschulen ihre ersten Eindrücke empfangen haben, und daß der daselbst in die Herzen gepflanzte Same oft nach langen Zeiten aufgegangen ist. Unter den slavischen, asiatischen und afrikanischen Juden aber treibt die Mission durch ihre Schulen nach dem eigenen Eingeständniß derselben in vieler 1*