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Dibre Emeth · 1873-01-01 · 11-12 (1873) · page 25

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
29 (1873)
Issue
11-12 (1873)
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 25)
Language
German
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185 mit mir; Christe, habe Gnade mit mir; Herr Jesu, nimm meinen Geist auf." Die armen Proselyten hatten einige Schwierigkeit mit seinem Begräbniß, zuletzt aber gelang es ihnen, den griechischen Priester des Nachbardorses zu überreden, ihn in der Ecke, welche für-die Fremden bestimmt ist, zu beerdigen. Unter den andern Unterrichteten befand sich Einer, der mehr als 2 Jahre hindurch unterwiesen worden ist und dem es sehr daran liegt, ein Ehrist zu werden; da er in Smyrna aber keine Arbeit zum Lebensunterhalt für sich selbst, seine Frau und 6 Kinder gewinnen konnte, so ging er wieder nach seiner Heimath und traut darauf, daß der Herr eines Tages seinen Weg vor ihm ebnen und ihn in den Stand setzen werde, seinen Glauben an Jesum Christum als den wahren, lange verheißenen Messias Israels öffentlich zu bekennen. Die Schwierigkeiten, mit denen dieser und mehrere andere Forscher zu thun hatten und um derentwillen mehrere die Stadt verließen, entsprangen daraus, daß sie alle Unterstützung von Seiten der Juden verloren. Als man es entdeckte, daß sie von dem Missionar Unterricht empfingen, hatten sie, da auch dieser für sie keine Beschäftigung finden konnte, nichts vor sich, als Hunger oder die Auswanderung. Den Missionaren liegt es so fern, durch Bestechung Proselyten oder Forscher zu gewinnen, daß diese armen Leute vielmehr oft den Verlust von Allem zu erleiden und schwere Anfechtungen für ihren Glauben an Christum zu ertragen haben. Pr. Eppstein sagte einmal zu den Juden: „ihr seid es, die da bestechen, weil ihr Anderen nur unter der Bedingung Beschäftigung gebt, daß sie den Rabbinern Nachfolgen, und ihr sie in dem Augenblick, wo ihr entdeckt, daß sie irgendwie selbst zu urtheilen wünschen, ihres Lebensunterhaltes beraubt. Wenn ihr auf diese Weise den Forscher nicht einschüchtern könnt, oder wenn ihr seht, daß er auf die Gefahr des Hungernmüssens hin nun doch bei seinem Suchen nach Wahrheit bleibt, so versprecht ihr ihm Geld, einträgliche Beschäftigung und ehrenvolle Stellungen." Pr. Eppstein ist dankbar, sagen zu dürfen, daß er Fälle nennen kann, wo arme, verfolgte Proselyten, da ihnen mit der einen Hand diese Bestechungsgeschenke dargeboten wurden, während sie andererseits mit Armuth und dem Verluste ihres Liebsten

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