Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 29 (1873)
- Issue
- 11-12 (1873)
- Date
- 1873-01-01
- Page
- – (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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178 regieret irt Ewigkeit und niemals sterben wird, und ich weiß nicht warum, aber ich liebe ihn in meinem Herzen." Er wandte sich dann an seine Schwester und richtete an sie die ernste Frage; „Marie, liebst du auch Jesum?" Das Mädchen war bestürzt und hatte für ihren Bruder keine Antwort. Nach einer Weile fuhr er aber fort: „Liebe Schwester, ich liebe Jesum, weil er der Heiland ist und ich wünschte, du liebtest ihn auch; willst du denn nicht?" Der Vater dieser Kinder bemerkte hierzu: „ich war erstaunt, meinen Knaben seine Liebe zu Christo bekennen zu hören und wagte ihm nicht zu sagen: „nein, du sollst chn nicht lieben, sondern mußt ihn Haffen," wie es manche meiner Brüder nach dem Fleische gethan haben würden. Wenn meine Kinder erwachsen sind, und sie sich aus Ueberzeugung zum Christenthum wenden, dann werde ich ihnen daraus keinerlei Vorwurf machen." — So jener jüdische Vater, und wir haben den Fall erwähnt, weil er nicht vereinzelt dasteht, sondern häufiger vorkommt, als Viele annehmen werden. <And dies einzelne Züge aus der Arbeit unter den Juden Deutschlands, so mögen nun einige aus den anderen europäischen Stationen der Londoner Gesellschaft hinzutreten. Dieselben sind D in Oesterreich - Ungarn: Wien, bisher auch Prag, alsdann Lemberg, Krakau; 2) in Rußland: Warschau, welches letztere jedoch sett dem Krimkriege für die Londoner Gesellschaft nur ein durch die Landesgesetze sehr eng begrenztes Feld darbietet; 3) in Frankreich: Paris; 4) in Italien: Ancona, Rom und Triest; 5) in den Douausürsteuthümern: Bukarest; 6) in der europäischen Türkei: Constantinopel. Ueberall hier hat man die eigentlichen Mittelpunkte für die in jenen Ländern zerstreut wohnenden Juden besetzt. Wien zählt etwa 60,000 Juden, Warschau gar über 80,000, Paris 30,000, Rom 4,600. Rom erinnert noch vielfach an die beengte Lage, in welche die päpstliche Herrschaft die dortigen Juden gebracht hat. Die große Mehrzahl derselben sind Arme, handeln mit Lumpen, Kurzwaaren, billigen Juvelier- und Messerschmiedwaaren; nur Einige sind ansehnliche Ladenbesitzer und Etliche größere Kaufleute. Die dortige Judenschaft theilt sich in 5 Schulen oder Synagogen; t) die älteste derselben ist der Tempel, dem die Juden