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Dibre Emeth · 1873-01-01 · 11-12 (1873) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
29 (1873)
Issue
11-12 (1873)
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 5)
Language
German
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165 hundertfältig wieder empfangen und dazu das ewige Leben ererben." Hier waren also zwei von unserem Erlöser selbst geredete Worte, das eine vorwurfsvoll und verdammend, das andere voll Liebe und voll Trostes, und dies war wie Balsam für meine Seele, es forderte all' mein Vertrauen heraus. Als ich einen theuren christlichen Freund, der meinen geistlichen Fortschritt immer mit der freundlichsten Sorge überwacht hatte, um Rath frug, wurde ich darauf geführt, die Bekanntschaft mit Herm Alexander, den Agenten an dem Bibelstande im Crystall-Palast, zu machen. Er konnte, als ein jüdischer Christ, mir in allem nachfühlen und in alle meine Schwierigkeiten eingehn. Dieser erinnerte mich an die Worte Christi: „wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich wieder hekennen vor meinem himmlischen Vater" und „wer da glaubet und getaufet wird, der wird selig werden." Ich erkannte nun ganz meine üble Lage und fühlte, daß mir nur ein Schritt übrig blieb: von meinem Amte zurückzutreten und Jesum öffentlich als meinen Heiland anzuerkennen. Als ich meinen Wunsch, das Amt niederzulegen, dem Vorsteher der Akademie mittheilte, drückte er sein Bedauern aus und wünschte meine Gründe zu erfahren. Ohne Zaudern antwortete ich ihm, daß ich an den Herrn Jesum Christum glaubte und dies nicht länger verbergen dürfte. Der verehrungswürdige Mann betrachtete mich mit dem höchsten Erstaunen, erhob dann zitternd seine Hand und sprach: „ich könnte um Sie weinen." Nach einer längeren Unterhaltung gab er mir ein Blatt, das von einem Juden gegen das Christenthum geschrieben war, und bat mich, dasselbe sorgfältig zu lesen. Während ich dieses Blatt las, erreichte mich ein Brief von der jüdischen Gemeinde in Swansea, die mir auf die Empfehlung des Oberrabbiners das Amt eines Predigers und Lehrers anbot. Während mich aber so der Verführer versuchte, erhielt ich vom Herrn Alexander einen Brief, der voll von Ermahnungen und geistlichen Trostworten war. Ich antwortete der Gemeinde in Swansea und dem Oberrabbiner, dankend ihr vereintes Anerbieten ablehnend. Dem Vorsteher der Akademie aber schrieb ich: „daß ich, abgesehen von überall in dem ganzen Alten Testamente enthaltenen Hinweisungen

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