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Dibre Emeth · 1873-01-01 · 5-6 (1873) · page 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
29 (1873)
Issue
5-6 (1873)
Date
1873-01-01
Page
– (sequence 3)
Language
German
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p 67 und zu seinen Thoren einziehend der König der Ehren und der Gerechtigkeit, auf seinen Gassen wandelnd der Fuß des ewigen Friedefürsten und zu seinem Tempel kommend der Herr, den Propheten und Könige zu sehen begehrten; Jerusalem, das die Thränen des Gottes- und Davidssohnes sieht, das sein Blut vergießt und frevelnd und weissagend in einem Athem ruft: sein Blut komme über uns und unsere Kinder! Und endlich das Jerusalem von heut: ihm gilt ja zunächst die Mahnung und Bitte: Gedenket an Jerusalem! lasset euch Jerusalem im Herzen sein! oder wie sie bestimmter noch aus unserem Texte lautet: Kommt, lasset uns die Mauern Jerusalems bauen! Fragen wir Angesichts dieser Mahnung nach: I. unserer Verpflichtung, II. unserer Hoffung, III. unserer Betheiligung. I. Unsere Verpflichtung. Ihr seht das Unglück, worin wir sind, daß Jerusalem wüste liegt und ihre Thore sind mit Feuer verbrannt: kommt, laßt uns die Mauern Jerusalems bauen, daß wir nicht mehr eine Schmach seien: — hört ihr sie nicht heraus aus diesen Worten Nehemias, die heilige Verpflichtung zum Bau an Jerusalems Mauern? Jerusalems Unglück und Elend, die Schmach des Volkes Gottes und das bittere Wehe über Beides: soll's nicht genug sein, Herz und Hand zu bewegen? In Susa, der Winterresidenz der Perserkönige, lebt Nehemia unter den Verbannten seines Volkes, aber in einer der höchsten, einflußreichsten Stellungen, als des Königs Mundschenk — es geht ihm wohl im fremden Lande. Was fehlt dem Mann, daß er traurig vor dem Könige steht? Was siehst du so übel aus? spricht der König; du bist ja nicht krank, das ist's nicht, sondern du bist schwermüthig. Wißt ihr, Geliebte, was ihm fehlt, dem treuen Manne? Der hat das Heimweh! Wie geht es den Brüdern in Juda, die errettet und übrig sind vom Gefängniß? 5*

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