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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 9-10 (1872) · page 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
9-10 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Kinderpflegen zur Folgen „Mehr Familien, als Schulen", so hatte sich Frau Jolberg ausgesprochen, „sollen unsere Kinderpflegen sein. Wenn die Kinder am Morgen versammelt sind/ da ist die beste Zeit, Nit Gesang und Gebet ihnen einen kurzen Abschnitt aus der biblischen Geschichte zu erzählen, sie ein Sprüchlein zu lehren, einfach und verständlich, mit Ausdruck und Kraft, und mit einigen Worten es ihnen Nahe zu bringen. Alsdann wollen die Kinder wieder Luft üNd Bewegung haben. Die Natur ist ihr Element. Da gibt es viel Stoff zum Auftnerken, zum Belehren, ganz einfach und mütterlich. Für Kinder leben alle Dinge; sie richten von Sand eine ganze Welt auf, bauen Gärten und Häuser mit Blumen und Hölzchen, machen Mühlen und Eisenbahnen, und üben so ihre Kräfte, wenn sie recht geleitet werden. Aber auch zum Dienen, Helfen, Tragen können wir unsere Kinder schon anhalten und so Segensbäche in die Familien leiten." Und „Es ist nicht genug zu erwähnen, wie wir nicht zu ftüh unsere Kinder vor dem tödtenden Gift der Selbstsucht bewahren können, die so mächtig um sich greift in unserer Zeit. Es ist ein großes Werk der Gnade, wenn eine Seele nicht für sich selbst leben will, sondern für Andere, denn auf uns selbst geht unser natürlicher Trieb mit Macht. In dem zarten Alter der Empfänglichkeit für alle Eindrücke ist es leichter die Kinder dahin zü leiten, daß sie ihren Eltern helfen in kleinen Diensten, ihre Geschwister hüten, pflegen, etwas für sie arbeiten, ihnen auch von dem Ihrigen mittheilen, und dazu kann die Kinderpflege den Grund legen, wenn sie den höheren Zweck erkannt hat, der oft durch kleine, unscheinbare Mittel zum Ziele führt. Daher sollen unsere Schwestern wohl auch die Kinder fragen: Was kannst du deinem Vater oder deiner Mutter helfen? in Haus, Küche, Garten? was zur Reinlichkeit^ zur Ordnung? womit kannst du ihnen oder deinen Geschwistern Freude machen?-^- So bahnt sich wieder ein Gottesverhältniß zwischen Eltern und Kindern an - und das Oel der Liebe dringt auf solche Und ähnliche Weise wieder mehr in die Familien." ' Besonders eingehend ^äußerte sie sich in Briefen und Anstalts- Berichten über weibliche Erziehung. „Ueber allem Lernen verlieren

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