Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 5-6 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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84 Frauen, eine andere für das den Gesang begleitende Harmonium und die Schuljugend beiderlei Geschlechts, auf der einen Seite für die 90 Schüler aus der Knabenschule, auf der andern für die 25 aus der Mädchenschule. Ein anderer Gegenstand der Bewunderung war der so kunstvoll und niedlich ausgearbeitete, von England gesandte Taufstein, die so recht an die heimathlichen Kirchen erinnernde Kanzel und endlich im Innern über dem Altar die arabische Inschrift, deren Inhalt der Text von Jesu Predigt in Nazareth ist, Luk. 4, 18. 19: „Der Geist des Herrn ist über mir, derhalben er mich gesalbet hat und gesandt zu verkündigen das Evangelium den Armen, zu heilen die zerstoßenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, daß sie los sein sollen, und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, daß sie frei und ledig sein sollen und zu predigen das angenehme Jahr des HErrn." Dieser Tert soll später auch noch in griechischer Sprache angebracht werden. Die Kirche hatte sich in wenigen Augenblicken so angefüllt, daß wir, S. und ich, nur mit Mühe durch die im Haupteingang Stehenden, die auf den zu beiden Seiten provisorisch hingestellten Bänken keinen Play mehr finden konnten, zu de» für uns bestimmten Plätzen hindurchgelangen konnten. Nach einigen Augenblicken ertönte nun das schöne, hellklingende, aus Stuttgart stammende Harmonium, das von der lieben Frau Zeller vortrefflich gespielt und von der Schuljugend mit Gesang in arabischer Sprache begleitet wurde. „Hallelujah!" ertönte es durch die Räume der dicht angefüllten Kirche. „Hallelujah! Ehr und Preis fei Gott" rc., und während dieser Zeit kamen Herr Bischof Gobat, Herr Missionar Zeller und Herr Missionar Klein mit den drei oben erwähnten Kandidaten, die heute ordinirt werden sollten, durch die Kirche herein, um ihre gegenseitigen Plätze im Chor einzunehmen. Die Feier begann nun mit Absingung eines arabischen LiedeS (nach deutscher Melodie) ’ von der ganzen Gemeinde, und wurde wie jedes folgende Lied, mit dem Instrument begleitet. Der Hauptinhalt dieses Liedes war, daß der HErr der Herrlichkeit mit Wohlgefallen von seinem Heiligthum auf die versammelte Gemeinde herabschauen, den Ort, der ihm geweiht, segnen und mit seiner Herr-