Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 5-6 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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73 meinwesens zu (Math. 4, 5; 5, 35; 27, 53. Offenb. Joh. 11, 2), und veranlaßt« so, daß nun die zweite Abtheilung der Zeit des R. Testamentes eintrat, in welcher nach den eigenen Worten Christi das Reich Gottes von den Juden genommen und den Heiden gegeben ist Matth. 21, 43; Jerusalem aber von den Feinden zertreten wird, bis daß der Heiden Zeit erfüllet wird Lucas 21, 24, und das Haus der Schlangen und des Otterngezüchtes ihnen wüste gelassen wird, bis sie sagen, gelobt sei der, der da kommt im Namen des Herrn. Matth. 23, 33, 38. Diese Zeit sehe ich als ein Ganzes an und nenne sie die zweite Hauptperiode des N. Testamentes. Der Verlauf der Kirchengeschichte in diesem Zeiträume bestätigt nur je länger je mehr die alten und ohnedem unbeweglich bleibenden Grundvesten des christlichen Glaubens. Endlich aber ist in dem göttlichen Worte noch eine dritte Hauptperiode des N. T. verheißen, in welcher auch das gottlose Wesen von Jacob abgewandt werden soll. Das Volk Israel ist jetzt nach der Schrift (Röm. 11,16—23) anzusehn wie abgehauene Zweige, welche zwar ursprünglich aus dem heiligen Stamme entsprossen, aber ihres Unglaubens wegen ausgehauen und hin und her verpflanzt worden sind. In jener Zeit aber sollen sie in den heiligen Stamm ebenfalls wieder eingepfropst werden; der Stamm selbst wächst indessen durch seine ursprünglichen Zweige, den ehemals gläubig gewordenen Theil Israels, und durch die häufig eingepfropsten auswärtigen Nationen fort und breitet sich aus. Es muß noch eine Zeit kommen, da sich das ganze Israel zu Christo bekennet, und diejenigen, welche sich nicht dazu bringen lassen, durch göttliche Gerichte vertilgt werden. Zacharjah 13, 8, 9; 14. Das ist die Zeit, wo nach Vertilgung des Antichrists auch alle anderen Nationen den christliche Glauben annehmen, die Sekten aufhören und auch dem Satan lange Zeit keine Gewalt zur Verführung der Menschen gelassen wird. Dann wird der Anblick des Reiches Christi auf Erden den großen Verheißungen der Propheten genug thun. Denn die Propheten haben die Herrlichkeit des Reiches Gottes so gesehn, wie man den gestirnten Himmel ansteht, ohne zu unterscheiden,