Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 3-4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 24)
- Language
- German
- Belongs to
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56 denn während des vergangenen Jahres haben wir 8 erwachsene Israeliten getauft, die alle etwas versprechen, und gegenwärtig haben wir ungefähr ebenso viele im Taufunterricht; wir stehn aber auch in freundlichen Beziehungen mit vielen jüdischen Familien, die allmählig eine Kenntniß von dem Inhalte des N. T. erlangen, und nur das Eine noch bedürfen, daß ein Wehen des Geistes das Wort in ihren Seelen lebendig und mächtig macht. Von Seiten der Rabbis findet ein heftiger Widerstand statt, und gerade in diesem Augenblick ist ein Kampf zwischen ihnen und der Misston entbrannt, aber, da der Ausgang noch nicht entschieden ist, so scheue ich mich über den Gegenstand mehr zu sagen. Anstatt nun in die Einzelheiten des Missionswerkes, das von den Arbeitern der Londoner Gesellschaft für Israel, der Kirchlichen Missionsgesellschaft, den Berliner, Kaiserswerther und Crifchona- Gesellschasten und mir selbst betrieben wird, einzugehen, halte ich es für besser, da ich, wenn Sie diese Zeilen erhalten, das 25. Jahr meines Amtes in Jerusalem zurückgelegt haben werde, einen Rückblick auf das Werk zu thun, das während dieser 25 Jahre geschehen ist, und den Stand der Mission bei meiner Ankunft am 30. December 1846 mit dem gegenwärtigen zu vergleichen. Das Resultat wird, wie ich glaube, Sie zum Dank gegen Gott und Murh zu fassen und uns Ihre Sympathie wie Ihre Unterstützung ferner zu gewähren bewegen. Damals waren die ersten Schwierigkeiten mit den Juden bereits überwunden, unter der stets wachsenden und sorgfältigen Arbeit der Londoner Gesellschaft für Israel. Die Frucht der Arbeiten des verstorbenen Rev. Nicolayson, des verstorbenen Bischofs Alexander und des vr. Ewald waren schon in der Gestalt eines kleinen Kreises jüdischer Proselyten ersichtlich. Das Hospital war schon in Arbeit. Zu der Christuskirche war bereits das Fundament gelegt, und der Bau erhob sich 3 Fuß über den Boden; bis zu seiner Vollendung war eine Art kleine Kapelle gebaut und dieselbe zum Gottesdienst benutzt. Aber das war Alles.