Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 28 (1872)
- Issue
- 3-4 (1872)
- Date
- 1872-01-01
- Page
- – (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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55 Arbeiter in diesem Lande durch seine göttliche Macht erhalten bleiben, und daß es ihnen geschenkt werde, Mitarbeiter mit ihm zu sein in dem Werke, das zu seiner Heerde manche von den verlorenen Schafen Israels und andere sammelt. Da ich in meinem früheren Jahresbericht Einzelheiten über alle die Zweige des Missionswerkes der verschiedenen Gesellschaften in Jerusalem und Palästina gebracht habe, so wird eS diesmal nicht nöthig sein wieder in solche Einzelheiten einzugehen, ausgenommen wo etwa Veränderungen oder besondere Fortschritte stattgefunden haben. Das jüdische Hospital z. B. und die Dispensir-Anstalt haben ebenso wie der ärztliche Besuch armer Juden in ihren Häusern ihren gewöhnlichen Fortgang genommen, außer daß der Vorsteher der medicinischen Abtheilung, Dr. Chaplin, während des letzten Sommers abwesend gewesen ist; da wir im Allgemeinen aber eine gesunde Zeit hatten, so konnte Herr Jliewitz den Ausfall durch eine Extrabemühung ersetzen. Das Jndustriehaus, das Institut für Jüdinnen und das Haus für forschende Juden befinden sich auch in der nämlichen Verfassung wie im verflossenen Jahre; wir haben nur in den 2 ersten Instituten einen Zuwachs aufzuweisen. Die zwei Schulen der Londoner Missions-Gesellschaft für Knaben und Mädchen haben in der Zahl sehr zugcnommen, besonders in der Anzahl ungetauster Kinder beiderlei Geschlechtes; ein ermuthigender Umstand. In der eigenen Mission dieser Gesellschaft haben die größten Veränderungen stattgefunden. Als ich das letzte Mal an Sie schrieb, stand Rev. Fenner aus Tunis zeitweilig an der Spitze der Mission. Als er im Februar uns wieder verließ, folgte ihm für einige Monate Rev. F. Smith, Secretair der Gesellschaft; dann wurde Rev. I. Reil als Geistlicher der Christuskirche und Misfionsvorsteher angestellt, der voll warmen Herzens und Eifers mit großem Segen, wie ich hoffe, in Jerusalem arbeiten wird, besonders nach dem er sich die nöthigen Sprachen angeeignet hat. Ein so häufiger Wechsel in den leitenden Personen ist gewöhnlich von Nachtheil für das Werk, in diesem Falle aber scheint es nicht so gewesen zu sein;