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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 3-4 (1872) · page 22

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
3-4 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 22)
Language
German
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treu gewesen sind in der Ausführung unserer ernsten Pflicht gegen Gott und Menschen, und wie weit wir durch unsere Worte und unser Leben dazu beigetragen haben, den Fortschritt des Evangeliums zu befördern oder zu hemmen. Und das Resultat wird dann sein (ich spreche aber sowohl im eigenen als in dem Namen meiner Mitarbeiter), daß, obgleich der Herr noch mit uns ist und uns nicht verworfen hat, wir uns doch mancher Mißgriffe, mancher Vernachlässigung, manches Mangels an Liebe und Eifer in der Sache unseres Herrn bewußt sind, und daß wir demüthig beten müssen: „Herr gehe nicht ins Gericht mit deinen Knechten, sondern sei uns gnädig". Deswegen, meine Brüder, während wir Ihnen für das Interesse danken, das Sie an unserem schwierigen Missionswerk nehmen, und dafür, daß Sie sich in den früheren Jahren mit uns im Gebet und Danksagung vor Gott vereinigt haben, so bitte ich Sie, an dem oben genannten Tage sich mit uns vor dem Thron der Gnade zu vereinen, dem Herrn zu danken und ihn zu preisen für alle seine Wohlthaten und für allen Erfolg, den er bisher unseren Bemühungen, die verlorenen Schafe vom Hause Israel zu dem Hirten und Bischof ihrer Seelen zu führen, gewährt hat; ebenso aber auch, daß er uns die Thür geöffnet hat, wenngleich nicht mitten hinein, so doch von der Seite her in die alten todten und versteinerten Kirchen dieser Länder einzutreten; und auch, uns im demüthigen und gläubigen Gebet vor dem Gott und Erlöser Israels zu vereinen, daß er sich erbarmen möge über den armen Rest dieses Volkes, insbesondere über die 20,000 in Palästina, von denen die meisten genöthigt sind von Almosen zu leben; daß er uns als willige Werkzeuge gebrauchen möge, um ihnen das Brot des Lebens zu reichen, daß er sie selbst aber auch eben so geneigt mache es anzunehmen, wie Tausende von ihnen während des vorigen und theilweise auch dieses Hungerjahres bereit waren die Speise anzunehmen, welche vergeht und die uns Ihre Güte in den Stand gesetzt hat ihnen darzureichen; ja daß er eilen möge, alle seine gnadenreichen, herrlichen Verheißungen an dem Samen Abrahams zu erfüllen. Beten Sie aber auch, daß sein Name und um seiner Sache willen, Ihre

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