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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 3-4 (1872) · page 12

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
3-4 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 12)
Language
German
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44 kam auch Jolberg dahin, wir empfingen einen kurzgcfaßten Ueberblick der Heilslehre, wurden am 18. September getauft und am 16. November 1826 ehelich verbunden. In der Taufe erhielt ich zu meinem Namen Regine noch den Namen Julie und mein Mann den Namen Theodor. Wir zogen nun in das naheliegende Heilbronn, wo mein Mann Gelegenheit zu finden hoffte, Zöglinge aufzunehmen und wir uns gemeinschaftlich der Erziehung der Jugend widmen wollten. Schon damals aber machte sich sein leidender körperlicher Zustand immer mehr fühlbar, und so war er verhindert, Schritte zur Erlangung einer festen Stellung zu thun." In Heilbronn wurde dann das erste Kind auö dieser neuen Ehe, ein Töchterlcin Caroline, geboren; 1828 ein zweites Kind in Stuttgart, wohin sie gezogen waren, das aber sehr bald starb, kurze Zeit darauf auch die kleine Caroline und am 20. Mai 1829 nach längeren Leiden Jolberg selbst. Mit ihren Kindern erster Ehe blieb die Wittwe krank und ganz vereinsamt in Stuttgart zurück. Ihr starker Geist aber, der es schon gelernt hatte, seine Zuflucht zu Gott zu nehmen, suchte sich aus diesen Wellen der Trübsal muthig wieder emporzuarbeiten. Und die Folgezeit ließ sie aus denselben bewährt und fruchtbar für Viele hervorgehen. Es war unsere Absicht, in die innere Entwickelung dieser Frau bis zu dem eben verzeichneten Punkte einen näheren Blick zu thun. Von ihrem späteren Leben, durch welches sie besonders für Deutschland, aber auch weiterhin, so wichtig geworden ist, wollen wir das nächste Mal, nun aber nur in großen Zügen berichten. Möge diesmal die bloße Notiz genügen, daß unter ihrer Anregung mit Nonnenweier in Baden anfangend an 358 Orten Erziehungsstätten für das zarteste Kindcsalter, zumeist unter den armen Volksklassen enstanden sind, aus denen tausende und abertausende von Kindern ihr Bestes für das ganze fernere Leben mitgenommen haben. (Fortsetzung folgt).

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