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Dibre Emeth · 1872-01-01 · 1-2 (1872) · page 10

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
28 (1872)
Issue
1-2 (1872)
Date
1872-01-01
Page
– (sequence 10)
Language
German
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10 bin, nämlich, daß meine Seele nicht in unreine Thiere, sondern in die heiligen und reinen Arme Jesu Christi nach meinem Hinscheiden kommen wird. — Meine Großeltern nahmen mich zu sich und als eigenes Kind an, da ich es denn recht gut hatte. Damit war die Verpflichtung verbunden, als ihr Sohn nach ihrem Ableben alle oben erwähnten Gebete für sie zu verrichten. Meine Großmutter aber konnte dessenungeachtet den Verlust ihres Sohnes Samuel nicht verschmerzen; Tag und Nacht beweinte sie ihn, bis sie nach 2 Jahren erkrankte und starb, indem sie noch bis zum letzten Athemzug schmerzlich um ihn Leid trug. Kapitel 2. Früh verheirathet. Mein Großvater sah sich seiner großen Wirthschaft wegen genvthigt, wieder zu heirathen. An seiner Frau erhielt ich eine wahre Stiefgroßmutter, und meine guten Tage im großväterlichen Hause hatten ein Ende. Mit Betrübniß ward der Großvater dies inne, ohne jedoch eine Aenderung meiner Lage bewirken zu können. Deshalb war er bemüht, mich bald zu verheirathen, hoffend, daß meine künftigen Schwiegereltern im Stande sein würden, sich meiner besser annehmen zu können. Sobald dies bekannt wurde, wurden ihm viele Vorschläge für mich gemacht, die aber alle nicht nach seinem Sinn waren, theils weil sie unter seinem Stande waren, theils weil er besorgte, ich möchte es in meiner neuen Lage nicht so gut haben, als er wünschte. Ich war daher genöthigt, noch einige Jahre in seinem Hause auszuhalten. Hierauf machte sich ganz zufällig eine Heirath für mich, die meines Großvaters Zustimmung hatte. Unser Wohnort gehörte einem Bischof, der in Warschau residirte. Wenn nun die Judenschaft Aufträge an ihre Herrschaft oder Gerichtssachen zu besorgen hatte, so wurde ein Deputirter gewählt und dahin abgesendet. Da dies jetzt der Fall war, so

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