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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 11-12 (1871) · page 30

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
11-12 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 30)
Language
German
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190 Wirklichkeit aber vielmehr, weil es das eigene Interesse fordert, die Schranken, welche frühere Zeiten durch ihr RückfichtnehMN auf die Religion gezogen haben, gestürzt werden; daß der Jude jedoch bei allem scheinbaren Eifer für ihn selbst nur das Mittel zum Zwecke ist; daß man seiner Person nicht viel näher kommt; daß der unsterbliche Judenhaß noch lange nicht aus der Welt, selbst noch lange nicht aus den Freisinnigsten unter den Kulturvölkern gewichen ist." Und in der That, Interessen können eben sowohl zusammenftühren, als von einander trennen. Die Neuverbündeten finden sich aber nicht bloß in einem Lager gegen die gemeinsamen Widersacher vereint, sondern sehr oft auch in gegenseitiger Concurrenz. Da mag es nun die Börse sein oder die Musik oder die Literatur, oder die Gesetzgebung, oder Handel und Wandel, oder Kunst und Wissenschaft, kurz irgend ein Punkt, auf welchem der Egoismus seine werthen Ansprüche befriedigt sehen will, — jedesfalls zeigt es sich plötzlich, daß, wo der Jude genirt, die vermeintliche Freundschaft gar seltsamer Art ist, und von dem ersten leisen Windhauche die schimmernde täuschende Decke, welche man über die Harmonie der neuen jüdischen und christlichen Staatsbürger oder Culturfreunde gebreitet hatte, alsbald hinweggeblasen wird. Auö dem Kapitel 20: „Die Hauptvölker der nächsten Geschichte und die Juden", eine Stelle über das Verhältniß der letzteren zu den Slaven. Da heißt es nach Anderem: Die Juden haben stets unter allen Völkern fast instinktiv diejenigen Wege eingeschlagen, welche ihnen dort den meisten Einfluß sicherten. Wie ihr Paulus Allen Alles ward, um Alle für Christum zu gewinnen, so vermögen sie ohne Christum dasselbe zu dem entgegengesetzten Zweck, um von Allen Alles zu erlangen. Deshalb müssen wir darauf rechnen, daß sie mit den herrschenden Gewalten unter den slavischen Völkern einen Bund schließen und als ein ganz ausnehmend wichtiges Werkzeug in der Hand derselben sich beweisen werden. Jbr Einfluß aber wird so lange ein guter fein, als sie jene Stämme wirklich zur Thätigkeit anregen; er kann dagegen auch höchst verderblich wirken und das wird dann geschehen, wenn sie entweder die Lebenselemente des Volkes selbst beschädigen, oder wenn sie durch ihre Bildungs- und Kapitalsmacht die falsche Richtung des Volkslebens befördern helfen. Merdings aber ist es eine That der Weisheit Gottes, daß er das sociale Leben der Slaven in eine so große Abhängigkeit von den Juden gestellt hat. Das sociale Leben macht sich ja selbst dem noch empfindlich, der das politische auf sich nicht wirken läßt. Indem sich aber die Slaven von den Juden so tief ins Fleisch geschnitten sehen, daß fast ein jedes Jahr von blutigen Verfolgungen derselben unter

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