Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 11-12 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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186 Werthvoll auch zum Verständniß des erwähnten zweiten Theiles unseres BucheS ist ein Abschnitt, welcher, der Biographie eingefügt, in 20 Seiten uns eine Charakteristik des Judenthums während des Mendelssohn'schen Wirkens gibt. Wie Verfasser betont, wäre auch damals schon von den orthodoxen Juden Mendelssohn's Betheuerungen gegenüber, schärferen Blicks erkannt worden, daß mit dem Aufgeben der eigenartigen Ausgestaltung des äußeren Lebens Israels Stellung in ihrem eigentlichen Fundamente erschüttert werde. Hier liegt es uns freilich am nächsten die Bedeutung des Buches für die Judenmissson hervorzuheben und zu betonen. Und gewiß ist es ein Verdienst, das reichbewrgte Leben eines so originellen und geistvollen Mannes, eines Mannes, der zugleich aufopfernd alle feine reichen Gaben in den Dienst der Evangelisirung Israels gestellt hat, aus der weiteren Darstellung, wie sie in dem (fünfbändigen) Buche der Führungen des Höchsten und anderen Bearbeitungen gegeben ist, auch der Gegenwart lesbar und wirksam vorgeführt zu haben. Doch ist auch der Hauptinhalt und Zweck des Buches, die Bedeutung der Juden für die Böller, zumal für unser deutsches Volk, zu kennzeichnen, nicht ohne Zusammenhang mit jener nächsten Aufgabe. Freunden der Judcnmission dürfte es zu empfehlen fein, dadurch mittelbar auch dieser ihrer Sache zu dienen, daß sie (wozu das Buch wohl geeignet erscheint) mittelst desselben suchen möchte», in weiteren Kreisen eine von christlicher Herzensstellung aus gegebene, aber zugleich die thatsächlichen Verhältnisse der geschichtlichen Gegenwart des Volkes umfassende und beleuchtende Krnntniß zu verbreiten. Wie Viele find deren in gebildeten, auch christlich gebildeten Kreisen, die eine bestimmte und klare Vorstellung davon haben, welches denn eigentlich die Gedanken sind, die gegenwärtig dieses Volkes Seele erfüllen, mit dem wir auf so mannigfache Weise in äußerliche Berührung kommen? Ohne alle Gehässigkeit, ohne alles Hepp, Hepp — vgl. im Gegentheil S. 179 gegen