Dibre Emeth
- Journal
- Dibre Emeth
- Volume
- 27 (1871)
- Issue
- 11-12 (1871)
- Date
- 1871-01-01
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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177 Nr. 35 dieses Jahres theilt unter New-Uork mit, daß die Londoner Gesellschaft im verflossenen Jahre 200,000 Dollars ausgegeben, und dafür die Bekehrung von 4 Juden erzielt habe. Man vergleiche nun die Zahlenverhältniffe: in Wirklichkeit (cfr. oben) 86 nach dem „Israelit" 4 d. h. also 82 mehr. Wenn man aber bedenkt, daß die Londoner Gesellschaft nur eine unter vielen ist, wenn es ferner bewiesen ist, daß die Geistlichen der verschiedenen Landeskirchen jedes Jahr eine noch viel größere Zahl von Juden als die Missionare in die Kirche einzuführen Pflegen, dann wird die von Calw in Barth herrührende Angabe, daß während dieses Jahrhunderts über 30000 Juden in die Christenheit ausgenommen sind, als eine durchaus richtige erscheinen. Offenkundig genug ist die Thatsache, daß kaum eine jüdische Familie in Deutschland eristirt, die nicht auch Einen oder Einige aus ihrem Verwandtschastskreise zur christlichen Kirche hat übertreten sehn. Vom P. Gurland aus Kischinew. Wir theilen aus einem Briefe des P. Gurland an den Herausgeber unseres Blattes Folgendes mit: „Den hochgeehrten und theuren Freunden und Bekannten in der Ferne habe ich die Ehre hiemit anzuzeigen, daß ich mich aus Gesundheitsrücksichten veranlaßt sehe meinen bisherigen Wirkungsplatz Kischinew in Bessarabien zu verlassen und werde, will's Gott, in den nächsten Tagen nach Mitau in Curland übersiedeln, wohin ich als Stadtvicar berufen bin, und wo ich unter Gottes gnädigem Beistand die dort begonnene Arbeit an Israel fortsetzen soll. Lifland und Curland sind ein großes, vielversprechendes Arbeitsfeld, das mir der HErr angewiesen hat. 12