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Dibre Emeth · 1871-01-01 · 11-12 (1871) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Dibre Emeth
Volume
27 (1871)
Issue
11-12 (1871)
Date
1871-01-01
Page
– (sequence 4)
Language
German
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164 bittere Erfahrungen und Enttäuschungen hat er erlebt, aber auch manche köstliche Frucht hat der Herr ihm bereitet und geschenkt; und außer denen, die offen ihren Glauben durch die Taufe besiegelten, hat er in Israel viele gefunden, die insgeheim bekannten, daß sie auf das am Kreuz vergossene Blut ihre Hoffnung und ihr ewiges Heil setzten, oft auf dem Sterbebett. Im Jahre 1868 erhielt er einen sehr ehrenvollen Ruf nach Berlin mit einem weiten, großen Arbeitsfelde. Freudig ging er dorthin; aber obgleich schon im Sommer 1869 kränkelnd, hielt er in dem furchtbar strengen Winter zu 1870 bald zahlreich von Juden besuchte Vorträge und erkältete sich bei dem einen so, daß ihn eine heftige Lungenentzündung niederwarf. Immer kränker werdend, erhielt ihn Gott bis zum 15. August 1871, wo er voll himmlischen Friedens auf seinem Antlitz in die ewige Ruhe einging, den zu schauen, an den er hier geglaubt. Einer seiner edelsten Charakterzüge war der, daß er gerade den Geringen sowohl unter seinen früheren Glaubensgenossen als auch unter den als Christen Geborenen sein Haus jederzeit offen hielt und ihnen das leibliche Brot, aber auch Nahrung für ihre unsterbliche Seele gar reichlich bot. Ueberhaupt das apostolische Wort: „zu geben mit einfältigem Herzen", hat er in besonderem Maaße geübt. Für sich selber fast nichts beanspruchend und wenig bedürfend, hat er, außer seinen Kindern, noch drei Pflegekinder in seinem Hause groß gezogen, und manchen Anderen jahrelang unterstützt, bis er im Stande war eigenes Brot zu essen. — Selig aber sind die in dem Herrn sterben; ja der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach. Offenb. 14, 13. Eine ostindische Jüdin. Das Augustheft des Baseler Missions-Magazins bringt die Geschichte der Bekehrung einer ostindischen Jüdin, welche ein so

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